Was ist eine Regierungsbefragung?
Die Regierungsbefragung ist ein parlamentarisches Kontrollinstrument, das den Abgeordneten des Deutschen Bundestages ermöglicht, Mitglieder der Bundesregierung zu aktuellen politischen Themen zu befragen. Anders als bei der Fragestunde stehen bei der Regierungsbefragung nicht schriftlich eingereichte Fragen im Mittelpunkt, sondern spontane Nachfragen zu aktuellen Entwicklungen.
Rechtliche Grundlage und Verfahren
Die Regierungsbefragung ist in § 106 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages geregelt. Sie findet in der Regel mittwochs für 30 Minuten statt, kann aber bei Bedarf verlängert werden. Die Bundesregierung bestimmt selbst, welche Ministerin oder welcher Minister zur Befragung erscheint. Nach einer kurzen Eingangsstellungnahme der Regierungsvertreterin oder des Regierungsvertreters zu einem aktuellen Thema können die Abgeordneten Fragen stellen.
Das Besondere an diesem Format: Die Fragen müssen nicht vorab eingereicht werden. Dies ermöglicht spontane Reaktionen auf tagesaktuelle Ereignisse und direkte Nachfragen zu den Antworten der Regierung. Jeder Fragesteller hat Anspruch auf eine Zusatzfrage, wodurch ein lebendigerer Dialog entsteht als bei anderen Befragungsformaten.
Unterschied zu anderen Kontrollformaten
Im Gegensatz zur Fragestunde, bei der schriftlich eingereichte Fragen abgearbeitet werden, oder zur Aktuellen Stunde, die der Aussprache dient, konzentriert sich die Regierungsbefragung auf den direkten Dialog zwischen Parlament und Regierung. Während Heute im Bundestag – 20.05.2026 zeigt, wie vielfältig die täglichen parlamentarischen Aktivitäten sind, stellt die Regierungsbefragung einen festen wöchentlichen Termin dar.
Praxisbeispiel
Ein typisches Beispiel für die Nutzung der Regierungsbefragung zeigt sich bei kontroversen politischen Themen. So konfrontierte beispielsweise die Opposition die Bundesregierung mit kritischen Fragen, wie im Fall Sozialkürzungen Merz-Regierung: Linke konfrontiert Bundesregierung mit 45 Fragen zu geleaktem Sparpapier. Solche brisanten Themen werden häufig in der Regierungsbefragung aufgegriffen, da hier unmittelbar nachgehakt werden kann.
Bedeutung für die Demokratie
Die Regierungsbefragung stärkt die parlamentarische Kontrolle und sorgt für Transparenz im politischen Prozess. Sie zwingt die Regierung zur regelmäßigen Rechenschaftslegung und ermöglicht der Opposition, kritische Punkte öffentlich anzusprechen. Wie Diese Woche im Bundestag – KW21/2026 verdeutlicht, ist sie fester Bestandteil der wöchentlichen Parlamentsarbeit und trägt zur lebendigen demokratischen Debattenkultur bei.























































