Bundestags-Drucksachen vom 19. Mai 2026
Der Bundestag beschäftigte sich heute mit 16 neuen Drucksachen, die ein breites Spektrum politischer Themen abdeckten. Die AfD dominierte mit elf Anfragen zu Sicherheitspolitik, Landwirtschaft und Verwaltungskosten, während Die Linke und die Grünen jeweils drei beziehungsweise zwei Anfragen stellten. Schwerpunkte bildeten Fragen zur inneren Sicherheit, zur Überwachungstechnik und zu sozialpolitischen Herausforderungen.
AfD: Breites Spektrum von Sicherheit bis Landwirtschaft
Die AfD-Fraktion konzentrierte sich stark auf sicherheitspolitische Themen. Sie forderte ein bundesweites Lagebild zur Paralleljustiz nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens und hinterfragte die Bedrohung durch sogenannte Wegwerfagenten ausländischer Nachrichtendienste. Besondere Aufmerksamkeit galt der Fachkräftezuwanderung mit 160.000 erteilten Aufenthaltstiteln im Jahr 2024.
In der Wirtschaftspolitik thematisierte die Fraktion das Sonntagsbackverbot für Bäckereien und mögliche Pläne für eine Zuckersteuer. Die dramatische Lage in der Landwirtschaft wurde am Beispiel der insolventen PORKY Gröden Schweinezucht und Mast GmbH verdeutlicht. Weitere Anfragen betrafen die Verwaltungskosten der Jobcenter, Verzögerungen bei der Asse-Atommüll-Bergung sowie die deutsche Rolle bei der Hisbollah-Finanzierung in Europa.
Die Linke: Wehrdienst, Überwachung und Wohnkosten
Die Linksfraktion stellte drei gezielte Anfragen zu gesellschaftspolitischen Kernthemen. Im Fokus stand die Kriegsdienstverweigerung nach den neuen Wehrpflicht-Plänen von Verteidigungsminister Pistorius und dem am 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz.
Traditionell hinterfragte Die Linke staatliche Überwachungstechnologien und hofft dabei auf offenere Antworten der neuen Bundesregierung. Als drittes Thema griff sie die explodierenden Wohnkosten in Bayern auf, wo München als Deutschlands teuerste Stadt gilt.
Grüne: Suchthilfe und maritime Sicherheit
Die Grünen konzentrierten sich auf zwei spezifische Problemfelder. Sie warnten vor einem drohenden Kollaps der Suchthilfe für Jugendliche, nachdem die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn Ende Juni 2026 geschlossen werden soll. Diese Einrichtung stellt einen wesentlichen Teil der bundesweit verfügbaren Behandlungsplätze für suchtkranke Kinder und Jugendliche dar.
Im Bereich der Sicherheitspolitik attackierten die Grünen die Bundesregierung wegen der russischen Schattenflotte in der Ostsee. Diese Anfrage knüpft an eine vorherige Kleine Anfrage an, deren Antworten als unzureichend kritisiert wurden.
Ausblick
Die heutigen Drucksachen zeigen, dass sicherheitspolitische Fragen, die Situation in der Landwirtschaft und sozialpolitische Herausforderungen die parlamentarische Agenda bestimmen werden. Besonders die Themen Fachkräftezuwanderung, Überwachungstechnik und die Finanzierung öffentlicher Aufgaben dürften auch in den kommenden Wochen im Mittelpunkt der parlamentarischen Arbeit stehen.
- AfD will Paralleljustiz systematisch erfassen und bekämpfen
- AfD stellt 25 Fragen zu Wegwerfagenten aus dem Ausland
- Die Linke prüft Kriegsdienstverweigerung nach Wehrpflicht-Plänen
- AfD hinterfragt 160.000 Aufenthaltstitel für ausländische Fachkräfte
- AfD konfrontiert Regierung mit Bäcker-Benachteiligung am Sonntag
- AfD konfrontiert Regierung mit Zuckersteuer-Kehrtwende
- AfD enthüllt Drama in der Landwirtschaft: Schweinebetrieb insolvent
- Die Linke hinterfragt staatliche Überwachungstechnik im Detail
- Grüne warnen vor Suchthilfe-Kollaps bei Jugendlichen
- Die Linke fragt nach Bayerns explodierenden Wohnkosten
- AfD zweifelt an Regierungs-Strategie gegen Zucker und Fett
- AfD hinterfragt Jobcenter-Milliarden: Wie viel Leerstand bleibt?
- AfD hinterfragt Asse-Chaos: Atommuell-Bergung um Jahre verschoben
- AfD attackiert Bundesregierung wegen Sanktionen gegen Schweizer Analyst
- AfD hinterfragt Deutschlands Rolle bei Hisbollah-Finanzierung in Europa
- Grüne attackieren Bundesregierung: Russische Schattenflotte bedroht Ostsee




















































