Franziska Kersten, zuständige Berichterstatterin:
Am 17. Oktober 2026 wird zum dritten Mal der Welttag des immateriellen Kulturerbes gefeiert. Der Tag soll auf lebendige Traditionen, Bräuche, Handwerkstechniken, Tanz, Musik, Feste und Wissensformen aufmerksam machen. Deutschland ist dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes 2013 beigetreten.
„Deutschland hat ein reiches kulturelles Erbe. Vieles davon sehen wir nicht nur als materielle Orte in unserem Land, sondern es wird gelebt. Über 170 Einträge gibt es im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes: von Handwerken wie der traditionellen Küstenfischerei oder dem Gold- und Silberschmiedehandwerk über Kulturformen wie Fastnachtsriten oder der Bolzplatzkultur bis hin zu sprachlichem Kulturerbe wie besonderen Dialekten oder dem Singen des Steigerliedes.
Diese Vielfalt des lebendigen Kulturerbes – in Deutschland und weltweit – gilt es zu erhalten, zu pflegen und zu fördern. Das kann nur gemeinsam mit dem Engagement seiner Trägergemeinschaften gelingen. Sie geben ihr Wissen und Können von Generation zu Generation weiter. Besonders deutlich wird dies beispielsweise im Bereich der Industriekultur. Neben ehemaligen Fabriken oder Bergwerken sind es auch immer die Menschen, die Praktiken des Industriezeitalters für die Gegenwart erhalten. So kann Identität für ganze Regionen gestiftet werden.
Ein weiterer Ort, der materielles und immaterielles Kulturerbe verbindet, ist das Grüne Band. Materielle Orte wie die Naturschutzgebiete oder das Grenzdenkmal Hötensleben verbinden sich mit der Erinnerung an unsere geteilte Geschichte. Dieses kulturelle Erbe gilt es zu schützen. Wir wünschen dem Grünen Band viel Erfolg bei seiner Bewerbung als UNESCO-Natur- und Kulturerbe.“

































































