Das Bundesarbeitsgericht hat vom 19. bis 21. Mai 2026 Gastgeber der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der obersten Gerichtshöfe des Bundes in Erfurt und Weimar. Diese alljährliche Konferenz bringt die Leiterinnen und Leiter der fünf obersten Bundesgerichte zusammen und dient dem institutionellen Austausch über grundsätzliche Fragen der Rechtsprechung und Justizpolitik.
Bedeutung der Konferenz für die deutsche Rechtsprechung
Die Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der obersten Gerichtshöfe des Bundes fungiert als zentrales Forum für den Austausch zwischen den Spitzen der Bundesgerichtsbarkeit. Neben dem Bundesarbeitsgericht sind daran die Präsidenten und Präsidentinnen des Bundesgerichtshofs (BGH), des Bundesfinanzhofs (BFH), des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) und des Bundessozialgerichts (BSG) beteiligt. Diese Konferenz schafft Gelegenheit, übergreifende Herausforderungen der Justiz zu diskutieren und koordinierte Positionen zu entwickeln, die für die Auslegung und Anwendung von Bundesgesetzen relevant sind.
Das Bundesarbeitsgericht unter der Leitung von Präsidentin Inken Gallner ist die zuständige Instanz für Konflikte im Arbeitsrecht und trägt damit wesentlich zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung in Fragen des Arbeitsrechts bei. Dieses betrifft insbesondere die Anwendung des Arbeitsgesetzbuchs (ArbGG), des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) und anderer arbeitsrechtlicher Regelungen, die der Bundestag verabschiedet hat.
Praktische Bedeutung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Die Arbeit der obersten Bundesgerichte hat unmittelbare Auswirkungen auf arbeitsrechtliche Entscheidungen in ganz Deutschland. Durch die Konferenz werden Standards des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Gerichtsbarkeiten gestärkt. Dies trägt dazu bei, dass grundlegende Prinzipien des Arbeitsrechts konsistent angewendet werden – unabhängig davon, ob es um Kündigungsschutz, Tarifverträge oder Arbeitszeitfragen geht.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine größere Rechtsicherheit, da eine einheitliche Auslegung von Arbeitsgesetzen durch die obersten Gerichte Vorhersehbarkeit in Rechtsfragen schafft.
Rahmenprogramm und Zeichen der Rechtsstaatlichkeit
Neben dem Fachprogramm integrierten die Veranstalter das Rahmenprogramm bewusst in die Erinnerungskultur: Der Besuch der UNESCO-Welterbestätte Alte Synagoge Erfurt und der KZ-Gedenkstätte Buchenwald unterstreichen die Bedeutung der Justiz als Garantin der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.

































































