Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Pressemitteilung Nr. 39/2026 die Ernennung von Dr. Alexander Kees zum Richter bekannt gegeben. Diese personelle Besetzung ist für die Rechtsprechung in mehreren gesellschaftlich relevanten Bereichen des deutschen Verwaltungsrechts von Bedeutung.
Hintergrund und Bedeutung der Ernennung
Dr. Kees wurde dem 6. Revisionssenat des Bundesverwaltungsgerichts zugewiesen. Dieser Senat ist für eine Vielzahl von Rechtsgebieten zuständig, die unmittelbar das alltägliche Leben von Bürgerinnen und Bürgern berühren. Dazu gehören insbesondere das Schulrecht, Hochschulrecht, Prüfungsrecht sowie das Presse-, Rundfunk- und Telekommunikationsrecht. Auch Versammlungsrecht, Polizei- und Ordnungsrecht fallen in seinen Zuständigkeitsbereich.
Die Ernennung unterstreicht die Bedeutung erfahrener Richter für die höchste Verwaltungsinstanz. Dr. Kees bringt eine umfassende Karriere in der deutschen Justiz mit sich: Nach seiner Promotion an der Universität Tübingen durchlief er verschiedene Stationen in Baden-Württemberg – von Amtsgerichten über das Landgericht Stuttgart bis zur Staatsanwaltschaft. Besondere Relevanz hat seine Erfahrung als Richter am Verwaltungsgericht und später am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, wo er spezialisierte verwaltungsrechtliche Kenntnisse erwerben konnte. Seine Abordnung an das Bundesverfassungsgericht zeigt zudem tiefe verfassungsrechtliche Kompetenz.
Praktische Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
Die Entscheidungen des 6. Revisionssenats beeinflussen zentrale Bereiche des öffentlichen Lebens. Im Schulrecht entscheidet der Senat über Fragen der Schulpflicht, Unterrichtsgestaltung und Schülerbeteiligung. Im Hochschulrecht geht es um Zulassungsbedingungen, Prüfungsverfahren und Hochschulautonomie. Besondere praktische Bedeutung hat das Telekommunikationsrecht: Hier werden Entscheidungen zu Frequenzvergaben, Netzausbau und Verbraucherschutz getroffen.
Im Bereich des Versammlungsrechts trifft der Senat Entscheidungen zu Demonstrationen und Versammlungsfreiheit. Das Polizei- und Ordnungsrecht regelt den Einsatz behördlicher Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. Im Rundfunk- und Presserecht werden fundamentale Fragen der Meinungsfreiheit und Medienvielfalt verhandelt.
Rechtsgrundlagen und legislativer Kontext
Die Geschäftsverteilung des Bundesverwaltungsgericht basiert auf dem Verwaltungsgerichtsgesetz (VwGO) sowie organisatorischen Richtlinien des Gerichts. Die einzelnen Rechtsgebiete sind durch diverse Bundesgesetze geprägt – vom Schulgesetz bis zum Telekommunikationsgesetz – wobei bundesweite Standards durch die Rechtsprechung entwickelt werden.
Die Berufung erfahrener Richter in höhere Gerichte ist ein regulärer Prozess der Gerichtsverwaltung, der die kontinuierliche Qualität der Rechtsprechung sichert.

































































