- 22 Fragen zur Bilanz von Landwirtschaftsminister Rainer
- Fokus auf Kostensenkungen für landwirtschaftliche Betriebe
- Prüfung der Koalitionsvertrag-Umsetzung bei Tierwohl und Bürokratie
Landwirtschaftsminister Rainer: AfD hakt Bilanz ab
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6221 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Minister Alois Rainer (CDU) hatte nach seinem ersten Amtsjahr eine positive Bilanz seiner Landwirtschaftspolitik gezogen. Er verkündete eine grundlegende Neuausrichtung und verwies auf umgesetzte Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD. Die AfD-Fraktion bezweifelt diese Darstellung und fordert konkrete Belege für Entlastungen der Landwirtschaft.
Im Detail
Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat verkündet, dass er in seinem ersten Jahr im Amt die Landwirtschaftspolitik grundlegend neu ausgerichtet habe.
— Vorbemerkung BT-Drs. 21/6221
Die AfD-Fraktion befragt Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CDU) mit einer umfangreichen Kleinen Anfrage zu seiner Amtszeit. Nach einem Jahr im Amt soll der Minister konkret darlegen, welche Entlastungen er der deutschen Landwirtschaft verschafft hat. Die 22 Fragen der Drucksache 21/6221 vom 3. Juni 2026 zielen besonders auf messbare Kostensenkungen ab. Zudem geht es um die Umsetzung von Koalitionsvereinbarungen.
Kostensenkungen im Fokus
Zentrale Frage der AfD ist, um wie viele Euro sich die durchschnittlichen Produktionskosten landwirtschaftlicher Betriebe durch Rainers angekündigte Entlastungen reduziert haben. Der Minister hat öffentlich erklärt, er habe die Landwirtschaftspolitik grundlegend neu ausgerichtet. Zentrale Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag sind bereits umgesetzt worden. Die AfD stellt diese Darstellung in Frage. Sie fordert konkrete Belege.
Die Abschaffung der Stoffstrombilanz steht im besonderen Interesse der Anfragenden. Rainer hat diese als Bürokratieabbau bezeichnet, so die AfD. Sie erkundigt sich, ob über Verordnungsermächtigungen im Düngegesetz künftig neue oder vergleichbare Bilanzierungs- und Dokumentationspflichten eingeführt werden.
Was gilt aktuell?
Derzeit unterliegen landwirtschaftliche Betriebe verschiedenen Dokumentations- und Nachweispflichten, insbesondere bei Düngung und Pflanzenschutz. Die Stoffstrombilanz hat größere Betriebe zur detaillierten Erfassung von Nährstoffströmen verpflichtet. Pflanzenschutzmittel benötigen eine Zulassung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Verzögerungen in diesem Bereich werden regelmäßig thematisiert.
Koalitionsvertrag unter der Lupe
Die AfD fragt systematisch nach der Umsetzung von Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD. Dazu gehören erhöhte Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK), rechtlich bindender Bestandsschutz für Tierwohlställe sowie ein einmaliges Prüfverfahren für neue Stallsysteme. Auch die angekündigte Überprüfung der BVVG-Flächenverpachtung ist Gegenstand der Anfrage. Gleiches gilt für die geplante Übertragung von BVVG-Flächen an die Länder.
Bei der Tierhaltung fragt die AfD nach dem aktuellen Stand der Ressortabstimmung zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz und praxistauglichen Änderungen beim Bundes-Immissionsschutzgesetz. Das Wirtschaftsministerium hat Bedenken zum geplanten Kennzeichnungsgesetz geäußert.
Internationale Herausforderungen
Die Anfrage thematisiert auch die angespannte Lage im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf Energie-, Dünger- und Betriebsmittelpreise. Minister Rainer hat ein Liquiditätshilfeprogramm angekündigt und sich für gesenkte Einfuhrzölle auf Düngemittel von verlässlichen Handelspartnern eingesetzt. Die AfD erkundigt sich nach konkreten Maßnahmen über das Hilfsprogramm hinaus.
Sie fragt nach der Bewertung möglicher weiterer Preissteigerungen infolge der Iran-Krise. Sie erkundigt sich nach den Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit. Auch nach Notfallszenarien der Bundesregierung wird gefragt.
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Betroffen sind rund 260.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, deren Wirtschaftlichkeit von Produktionskosten, Bürokratie und politischen Rahmenbedingungen abhängt. Indirekt wirken sich Änderungen auf Verbraucher durch Lebensmittelpreise aus.
Die Bundesregierung hat 21 Tage Zeit zur Beantwortung der Kleinen Anfrage. Die Antwort wird voraussichtlich Ende Juni 2026 als Bundestagsdrucksache veröffentlicht.
- GAK
- Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz – gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern für ländliche Entwicklung und Küstenschutz.
- BVVG
- Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH – verwaltet ehemalige DDR-Landwirtschaftsflächen und verpachtet sie an Landwirte.
Was will die AfD von Minister Rainer wissen?
Die AfD fragt konkret nach messbaren Kostensenkungen für Landwirte und der Umsetzung von Koalitionsvereinbarungen zu Tierwohl und Bürokratieabbau.
Welche Themen stehen im Fokus?
Zentrale Punkte sind Produktionskostensenkungen, Pflanzenschutzmittelzulassungen, Tierhaltungsregeln und die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6221 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.


































































