Vertrauen in unseren Standort
Am 20. Oktober 2026 kamen in Berlin rund 200 Vorstandschefs aus dem In- und Ausland zum ersten Invest in Germany- Gipfel zusammen. Bundeskanzler Friedrich Merz machte zum Auftakt deutlich: „Deutschland ist offen für Geschäfte. Deutschland ist bereit, schneller zu wachsen.“ Als Stärken des Standorts nannte er die politische Stabilität, die Unabhängigkeit der Justiz, die starke Forschungslandschaft, die Lage im EU-Binnenmarkt und die nach wie vor starke Industrie.
Rund 230 Milliarden Euro an Zusagen
Bundeskanzler Merz sprach von rund 230 Milliarden Euro an Zusagen. Erfasst wurden Vorhaben ab 100 Milliarden Euro, davon kommen über 95 Milliarden Euro aus dem Ausland. Die Zahlen zeigen, wie groß das Vertrauen internationaler Investoren in den Standort ist. Schwerpunkte sind Halbleiter, Weltraum, Infrastruktur, Energie, Digitalpolitik, Künstliche Intelligenz und Sicherheit.
Große Projekte
Bundeskanzler Merz hat sich persönlich für die Investitionen von Nvidia und Amazon eingesetzt. Amazon will 2027 mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren, unter anderem in Cloud- und KI-Infrastruktur, Logistik, Satelliteninternet und Prime-Video-Inhalte. Davon sind 4,8 Milliarden Euro für den Ausbau der AWS-Region Frankfurt vorgesehen. Nvidia arbeitet mit der Bundesregierung an der industriellen Nutzung von KI und unterstützt vier deutsche Start-ups, darunter Agile Robots und Reflex Aerospace. Einen Deutschlandbetrag nannte der Konzern nicht. Brookfield plant über fünf Jahre Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe, vor allem in Energie, digitale Infrastruktur und Industrie. Weitere Zusagen kommen unter anderem von RWE, der Schwarz-Gruppe, Blackstone, Microsoft und Sanofi.
Ein Deutschlandfonds für mehr Privatkapital
Geplant ist ein Deutschlandfonds mit rund 30 Milliarden Euro öffentlicher Mittel, der mehr als 130 Milliarden Euro privates Kapital anstoßen soll. Es handelt sich um ein Finanzierungsinstrument, nicht um eine bereits ausgezahlte Summe.
Was die Investitionen bringen
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verweist auf die Stärken des Standorts: „Sie können auf unsere industrielle Substanz, unsere Entschlossenheit zum Wandel und unsere bewährte Glaubwürdigkeit zählen.“ Private Investitionen schaffen Arbeitsplätze, Produktion und Dienstleistungen. Gerade der Mittelstand profitiert von der Digitalisierung: Die Zusammenarbeit mit Nvidia soll die digitale Transformation der Industrie beschleunigen und die technologische Souveränität sichern. Merz rief die Unternehmen zudem auf, KI stärker einzusetzen und industrielle Daten dafür zu öffnen.
Ausblick: Umsetzung entscheidet
Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr auf 1,3 Prozent angehoben. Entscheidend sind weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und eine bessere Infrastruktur. Merz betont: „Wir sind entschlossen, Deutschland einen großen Schub zu geben.“ Jetzt gilt es, die Zusagen zügig in konkrete Projekte zu überführen und den Standort weiter zu stärken.
Deutschland ist ein attraktiver Standort für private Investitionen und für Unternehmen aus der ganzen Welt. Private Investitionen sichern die Arbeitsplätze von heute und schaffen die Grundlage für den Wohlstand von morgen.






























































