- Sylt-Bahnstrecke soll zweigleisig ausgebaut werden
- Kosten: 426 Millionen Euro
- Finanzierung noch nicht gesichert
Sylt-Bahnstrecke: Bundestag fordert Finanzierungsplan
Hintergrund
Die Ausbaustrecke Niebüll-Klanxbüll-Westerland ist Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030 und steht im vordringlichen Bedarf. Der Streckenabschnitt ist als überlasteter Schienenweg ausgewiesen und stellt die einzige alltagstaugliche Verbindung zur Insel Sylt dar. Die Vorplanung wurde 2025 abgeschlossen.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Voraussetzungen für eine künftige Finanzierung der Umsetzung des Vorhabens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu schaffen.
— Entschließung BT-Drs. 21/6073
Der Verkehrsausschuss hat am 20. Mai 2026 eine Beschlussempfehlung zur Sylt-Bahnstrecke verabschiedet. Das Gremium empfiehlt die Kenntnisnahme der Unterrichtung zur Vorplanung der Ausbaustrecke Niebüll-Klanxbüll-Westerland. Zudem fordert es die Bundesregierung auf, Voraussetzungen für eine künftige Finanzierung zu schaffen.
Die Ausbaustrecke ist Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030 und steht im vordringlichen Bedarf. Dies ist bemerkenswert, da die Strecke derzeit als überlasteter Schienenweg ausgewiesen ist. Der Ausbau umfasst den zweigleisigen Ausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum und Tinnum, außerdem eine Geschwindigkeitserhöhung auf 140 km/h. Die Strecke stellt die einzige alltagstaugliche Verbindung zur größten deutschen Nordseeinsel dar.
Breite Zustimmung in der Region
Das Projekt findet breite Akzeptanz. Laut Bericht haben sich aus der Region keine Forderungen ergeben, die über das gesetzliche Maß hinausgingen. Hintergrund ist die starke Verkehrsbelastung: Das Vorhaben betrifft etwa 5.000 tägliche Pendler und jährlich 5 Millionen Reisende.
Die Bahnstrecke nach Sylt ist die einzige Alltagsverbindung zur Insel und soll durch den zweigleisigen Ausbau pünktlicher und störungsfreier werden.
Die Gesamtkosten betragen 426,37 Millionen Euro (Preisstand 2022). Die Gesamtwertprognose liegt bei 910,29 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium hat das Vorhaben 2026 neu bewertet und kommt auf ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,3.
Ähnlich wie beim Luftverkehrsteuer-Beschluss zeigt sich auch hier die Bedeutung von Verkehrsinfrastruktur für die Wirtschaft. Der Verkehrsausschuss betont, dass das Vorhaben der besseren Anbindung der tourismuswirtschaftlich wichtigen Region dient.
Finanzierung noch ungeklärt: Die Finanzierungssituation stellt eine Herausforderung dar. In der aktuellen Finanzplanung sind mittelfristig keine Haushaltsmittel für eine unmittelbare Umsetzung verfügbar. Das Land Schleswig-Holstein finanziert derzeit die weitere Planung vor. Die Bundesregierung wird nun aufgefordert, die Voraussetzungen für eine künftige Finanzierung zu schaffen.
Weiterlesen: Mehr zu aktuellen Verkehrsprojekten finden Sie in den Berichten über die Luftfahrt-Entlastung und den Kosovo-Einsatz.
Betroffen sind vor allem die täglich 5.000 Pendler zwischen Sylt und dem Festland sowie jährlich etwa 5 Millionen Reisende. Auch die Tourismuswirtschaft und die gesamte Westküste Schleswig-Holsteins bis Hamburg profitieren von der Verbesserung.
Nach der parlamentarischen Befassung müssen die weiteren Planungsschritte eingeleitet werden. Die Bundesregierung soll Voraussetzungen für die Finanzierung schaffen, da derzeit keine Haushaltsmittel verfügbar sind. Ein Baustart bis 2030 ist unsicher.
- Vordringlicher Bedarf
- Höchste Prioritätsstufe im Bundesverkehrswegeplan für besonders wichtige Infrastrukturprojekte.
- Nutzen-Kosten-Verhältnis
- Verhältnis zwischen volkswirtschaftlichem Nutzen und Kosten eines Projekts. Bei 1,3 ist der Nutzen um 30% höher als die Kosten.
Warum ist der Bahnausbau nach Sylt wichtig?
Die Strecke ist als überlasteter Schienenweg ausgewiesen und die einzige alltagstaugliche Verbindung zur größten deutschen Nordseeinsel.
Wie teuer wird der Ausbau?
Die Gesamtkosten betragen 426,37 Millionen Euro, die Gesamtwertprognose liegt bei 910,29 Millionen Euro.























































