- 5.140 Angriffe auf Politiker im Jahr 2025
- 845 Attacken auf Parteibüros und -einrichtungen
- AfD mit 1.852 Fällen am häufigsten betroffen
5.140 Angriffe auf Politiker: AfD am häufigsten betroffen
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5964 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die AfD-Fraktion erfragt regelmäßig Daten zu politisch motivierter Kriminalität gegen Parteien und deren Vertreter. Die Zahlen stammen aus dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst (KPMD-PMK), der alle entsprechenden Straftaten bundesweit erfasst. Die Daten werden nach Phänomenbereichen wie Rechtsextremismus, Linksextremismus und anderen Motiven kategorisiert.
- 5.140 Angriffe — auf Politiker und Parteimitglieder im Gesamtjahr 2025
- 845 Attacken — auf Parteibüros und Parteieinrichtungen dokumentiert
- 193 Gewaltdelikte — darunter Körperverletzung, Raub und Brandstiftung
- 1.289 Äußerungsdelikte — wie Beleidigungen, Bedrohungen und Volksverhetzung
- 1.852 Fälle — betrafen AfD-Vertreter, höchster Wert aller Parteien
Im Detail
Der Bundesregierung liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf eine systematisch geplante Einschüchterung oder Bedrohung von Mitgliedern oder potenziellen Wählern der AfD schließen lassen.
— Antwort der Bundesregierung BT-Drs. 21/5964
Die politisch motivierte Kriminalität gegen deutsche Politiker erreichte 2025 ein hohes Ausmaß. Laut einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage wurden im vergangenen Jahr 5.140 Angriffe auf Politiker und Parteimitglieder registriert. Dazu kommen 845 Attacken auf Parteibüros und -einrichtungen.
Die AfD war mit 1.852 Angriffen am häufigsten betroffen, gefolgt von der CDU mit 1.171 Fällen. Bündnis 90/Die Grünen verzeichnete 1.005 Angriffe. Die SPD erfasste 804 Angriffe, die FDP 167 und das BSW 51. Die hohe Zahl bei der AfD führt die Bundesregierung teilweise auf die intensive Wahlkampftätigkeit der Partei in mehreren Landtagswahlkämpfen zurück.
Gewalt nimmt deutlich zu
Die Zahl der Gewalttaten ist gestiegen. 193 der registrierten Angriffe waren Gewaltdelikte wie Körperverletzung, Raub oder Brandstiftung. Den Großteil machten mit 1.289 Fällen Äußerungsdelikte aus. Beleidigungen, Bedrohungen oder Volksverhetzung dominierten dabei. Bei den Angriffen auf Parteibüros überwogen Sachbeschädigungen mit 707 Fällen, während nur vier Brandstiftungs- oder Sprengstoffdelikte verzeichnet wurden.
Die Zahlen zeigen eine besorgniserregende Entwicklung für die deutsche Demokratie. Täglich wurden durchschnittlich mehr als 14 Politiker angegriffen. Alle 1,5 Tage ein Parteibüro attackiert. Diese Häufigkeit geht über normale politische Auseinandersetzungen hinaus und betrifft die Funktionsfähigkeit des demokratischen Systems.
Was gilt aktuell?
Politisch motivierte Kriminalität wird durch den bundesweiten Kriminalpolizeilichen Meldedienst (KPMD-PMK) erfasst. Die Staatsschutzdienststellen melden entsprechende Straftaten unverzüglich an die Landeskriminalämter. Das System unterscheidet zwischen verschiedenen Phänomenbereichen: Rechtsextremismus, Linksextremismus, Ausländerextremismus sowie religiöse Ideologie und sonstige Zuordnungen.
Die meisten Angriffe auf AfD-Vertreter gingen mit 1.485 Fällen vom Linksextremismus aus. Bei den Grünen dominierte Rechtsextremismus mit 348 Fällen. Bei Angriffen auf Parteibüros war ebenfalls der Linksextremismus führend mit 215 Fällen gegen AfD-Einrichtungen und 95 gegen CDU-Büros.
Bundesweites Phänomen ohne Systematik?
Trotz der hohen Fallzahlen sieht die Bundesregierung keine Hinweise auf systematische Einschüchterungsversuche. Der Bundesregierung liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf eine systematisch geplante Einschüchterung oder Bedrohung von Mitgliedern oder potenziellen Wählern der AfD schließen lassen. Diese Einschätzung steht neben der dokumentierten Häufung der Fälle.
Das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) hat sich 2025 in elf Fällen mit entsprechenden Sachverhalten beschäftigt. Sieben davon betrafen die AfD. Die Zahlen zeigen eine Beeinträchtigung der demokratischen Teilhabe, auch wenn die Bundesregierung keine koordinierte Strategie erkennt.
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Betroffen sind alle im Bundestag vertretenen Parteien, ihre Mitglieder und Einrichtungen. Besonders Kommunalpolitiker und Wahlkämpfer sind exponiert.
Die Bundesregierung beantwortet alle statistischen Fragen vollständig. Bei der Frage nach systematischen Einschüchterungsversuchen verweist sie jedoch nur auf fehlende Erkenntnisse, ohne die hohe Fallzahl bei der AfD zu erklären.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. Politisch motivierte Gewalt 2025 – AfD erfragt Statistiken zu Angriffen auf Politiker und Parteibüros →
- KPMD-PMK
- Kriminalpolizeilicher Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität – bundesweites Erfassungssystem für entsprechende Straftaten.
- Unterangriffsziel
- Kategorie zur Erfassung des konkreten Ziels einer Straftat, etwa Parteigebäude oder Parteivertreter.
Welche Partei war am häufigsten von Angriffen betroffen?
Die AfD verzeichnete 2025 mit 1.852 Fällen die meisten Angriffe auf ihre Vertreter, gefolgt von CDU (1.171) und den Grünen (1.005).
Wie viele Gewalttaten gab es konkret?
193 der 5.140 Angriffe waren Gewaltdelikte wie Körperverletzung oder Raub, der Großteil waren Äußerungsdelikte wie Beleidigungen oder Bedrohungen.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5964 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































