Beantwortet
Die Grünen-Fraktion reichte am 27. April 2026 eine Kleine Anfrage zur Infrastruktursituation auf der Murrbahn ein. Hintergrund ist die Einführung des neuen ICE-Sprinters zwischen Stuttgart und Berlin, der seit dem Fahrplanwechsel 2025 verkehrt.
Probleme durch eingleisigen Streckenabschnitt
Laut Drucksache 21/5606 verursacht der ICE-Sprinter zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental erhebliche Probleme für den Regionalverkehr. Der eingleisige Streckenabschnitt führt zu Fahrplankonflikten. Jede Fahrt des Fernzugs hat eine Verschiebung der Regionalexpress-Leistung zur Folge.
Die konkreten Auswirkungen sind gravierend: Der morgendliche ICE-Sprinter in Richtung Nürnberg verschiebt die Abfahrt eines Regionalexpress in Stuttgart nach vorn und überholt diesen in Schwäbisch Hall-Hessental. Eine Fahrzeitverlängerung von etwa 14 Minuten ist die Folge. Bisherige Anschlüsse gehen verloren. Abends verschiebt sich die Ankunftszeit des Regionalexpress um 17 Minuten nach hinten, wodurch mehrere Anschlüsse zu S-Bahnen und Regionalverkehr verloren gehen.
Die eingleisige Strecke wirkt wie ein Nadelöhr: Schnelle und langsame Züge können sich nicht überholen, ohne dass einer warten muss.
Die Abgeordneten Matthias Gastel, Tarek Al-Wazir, Victoria Broßart und Swantje Henrike Michaelsen stellten 15 detaillierte Fragen zur Entwicklung der Streckenbelastung, zu geplanten Infrastrukturmaßnahmen und zur Finanzierungsverantwortung. Dies ist bemerkenswert, da sie besonders die Ankündigung von Staatssekretär Ulrich Lange kritisch sehen. Dieser hat im Februar 2026 lediglich den Bau von Doppelspurinseln statt eines durchgehenden zweigleisigen Ausbaus in Aussicht gestellt.
Die betroffenen Kommunen und Landkreise forderten bereits den schnellen zweigleisigen Ausbau sowie Investitionen in die Digitalisierung der Leit- und Sicherheitstechnik. Thematisch verknüpft ist diese Anfrage mit anderen Infrastruktur-Diskussionen im Bundestag.























































