- Nonnengans-Bestände stark gestiegen
- Landwirtschaftliche Fraßschäden nehmen zu
- AfD hinterfragt EU-Schutzstatus
Nonnengans-Schutz: AfD hinterfragt wachsende Bestände
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6160 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die Nonnengans-Bestände haben in Deutschland und Nordwesteuropa in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig unterliegt die Art weiterhin einem strengen Schutzregime nach der EU-Vogelschutzrichtlinie, das eine reguläre Bejagung grundsätzlich ausschließt. Das Bundesamt für Naturschutz bestätigt zunehmende Konflikte zwischen wachsenden Beständen geschützter Gänsearten und der landwirtschaftlichen Nutzung.
Diese Entwicklung führt insbesondere in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen zu zunehmenden Nutzungskonflikten.
— Begründung BT-Drs. 21/6160
Die AfD-Fraktion hat am 28. Mai 2026 eine umfangreiche Kleine Anfrage zur Ausbreitung der Nonnengans in Deutschland eingereicht (BT-Drs. 21/6160). Die 19 Einzelfragen zielten darauf ab, die Bestandsentwicklung zu klären. Außerdem soll über Schäden in der Landwirtschaft und den Umgang mit dem EU-Schutzstatus Aufklärung erfolgen.
Die Nonnengans steht unter strengem EU-Schutz und darf nicht bejagt werden, obwohl ihre Bestände stark wachsen.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Die Bestände der Nonnengans sind in Deutschland und Nordwesteuropa stark gewachsen, heißt es in der Anfrage. Gleichzeitig unterliegt die Art weiterhin einem strengen Schutzregime nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie. Dies ist bemerkenswert, da eine reguläre Bejagung grundsätzlich ausgeschlossen bleibt und somit insbesondere in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen zu Nutzungskonflikten führt.
Nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kommt es insbesondere in den Küstenregionen zu Fraßschäden durch Wildgänse. Diese führen zu Ertragseinbußen auf landwirtschaftlichen Flächen. Betroffene landwirtschaftliche Betriebe tragen wirtschaftliche Belastungen.
Überregionale Entwicklungen
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf Niedersachsen. Hintergrund ist, dass auch in weiteren norddeutschen Bundesländern sowie in Binnenregionen Deutschlands von vergleichbaren Entwicklungen berichtet wird. Das Bundesamt für Naturschutz bestätigt Konflikte zwischen wachsenden Beständen geschützter Gänsearten und der landwirtschaftlichen Nutzung.
Die AfD-Abgeordneten um Danny Meiners und Stephan Protschka fragten konkret nach der Bestandsentwicklung der letzten zehn Jahre. Zudem wollten sie Klarheit über Entschädigungszahlungen. Die rechtlichen Hürden bei Ausnahmeregelungen stehen ebenfalls im Fokus, ebenso wie die Frage nach einem bundesweiten Managementplan für Wildgänse.
Fragen zum EU-Schutzstatus
Ob das bestehende Schutzregime der tatsächlichen Bestandsentwicklung entspricht, will die AfD-Fraktion wissen. Die Fraktion erkundigt sich, welche Initiativen die Bundesregierung auf EU-Ebene ergriffen hat, um eine Neubewertung des Schutzstatus zu erreichen. Auch nach den geltenden Schwellenwerten für eine Anpassung wird gefragt.
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Betroffen sind vor allem landwirtschaftliche Betriebe in den Küstenregionen Norddeutschlands sowie zunehmend in Binnenregionen. Die wirtschaftlichen Belastungen durch Fraßschäden sind laut niedersächsischem Landwirtschaftsministerium erheblich.
Die Bundesregierung hat 21 Tage ab Einreichung Zeit, die umfangreiche Anfrage zu beantworten. Die Antwortfrist endet am 18. Juni 2026. Anschließend ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen.
- Vogelschutzrichtlinie
- EU-Richtlinie 2009/147/EG zum Schutz wildlebender Vogelarten, die ein strenges Schutzregime für bestimmte Arten vorschreibt.
- Ausnahmeregelungen Artikel 9
- Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie, die unter strengen Voraussetzungen Abweichungen vom Schutzregime erlauben können.
Was ist eine Nonnengans?
Eine Wildgans-Art, die unter strengem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie steht und nicht bejagt werden darf.
Warum entstehen Konflikte mit Landwirten?
Die wachsenden Bestände verursachen erhebliche Fraßschäden auf landwirtschaftlichen Flächen, besonders in Küstenregionen.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6160 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Deutscher Bundestag / DIP — BT-Drs. 21/6160 | Kleine Anfrage | Original-PDF | dip.bundestag.de

































































