Was beschäftigt den Bundestag beim Thema KI-Regulierung?
Die KI-Regulierung steht im Zentrum aktueller parlamentarischer Debatten im Deutschen Bundestag. Verschiedene Fraktionen haben in jüngster Zeit Anfragen zu unterschiedlichen Aspekten der Künstlichen Intelligenz gestellt – von autonomen Waffensystemen bis hin zu Petitionen der Bürger. Die vorliegenden Drucksachen aus dem Jahr 2026 zeigen ein breites Spektrum der Diskussion auf, das von militärischen Anwendungen bis zu grundsätzlichen Regulierungsfragen reicht.
Besonders auffällig ist die intensive Lobbyarbeit der Tech-Konzerne, die dokumentiert zeigt, wie stark externe Akteure Einfluss auf die KI-Regulierung nehmen. Gleichzeitig beschäftigen sich die Abgeordneten mit konkreten Sicherheitsrisiken und der Frage nach dem angemessenen Umgang mit autonomen Systemen.
Parlamentarische Drucksachen zu KI-Regulierung
Drucksache 21/4716: Autonome Waffensysteme und KI-Regulierung
Die AfD-Fraktion stellte am 12. Mai 2026 eine kleine Anfrage zu autonomen Waffensystemen und der KI-Regulierung bei sogenannter Loitering Munition. Die Anfrage wurde am 1. April 2026 von der Bundesregierung beantwortet und behandelt die Frage nach KI-gesteuerten Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle. Diese Drucksache zeigt die sicherheitspolitischen Dimensionen der KI-Regulierung auf.
Drucksache 21/5787: Petitionsausschuss und KI-Regulierung
Der Petitionsausschuss empfahl am 7. Mai 2026 den Abschluss von 19 Bürgereingaben, darunter auch Petitionen zur KI-Regulierung. Die Sammelübersicht 247 zeigt, dass Bürger aktiv Eingaben zu Fragen der Künstlichen Intelligenz eingereicht haben und dabei teilweise Erfolg hatten. Dies verdeutlicht das öffentliche Interesse an einer angemessenen KI-Regulierung.
Drucksache 21/6023: Tech-Lobby und 87 dokumentierte Termine
Die Grünen deckten am 27. Mai 2026 auf, dass Tech-Konzerne 87 dokumentierte Termine mit der Bundesregierung hatten. Google und Microsoft führen die Kontaktliste an, wobei eine vollständige Erfassung nicht gewährleistet ist. Diese Anfrage zeigt die intensive Lobbyarbeit der Tech-Industrie bei der Gestaltung der KI-Regulierung.
Positionen der Fraktionen
Position der AfD-Fraktion
Die AfD-Fraktion fokussiert sich auf Sicherheitsaspekte der KI-Regulierung. Mit ihrer Anfrage zu autonomen Waffensystemen und Loitering Munition zeigt sie Bedenken über militärische KI-Anwendungen auf. Die Fraktion stellt kritische Fragen zur Kontrolle von KI-gesteuerten Waffensystemen und deren Regulierung.
Position der Grünen
Die Grünen nehmen eine kritische Haltung gegenüber der Einflussnahme von Tech-Konzernen ein. Ihre Anfrage zu den 87 Lobbyterminen zeigt, dass sie Transparenz bei der Gestaltung der KI-Regulierung fordern. Die Fraktion scheint besorgt über den starken Einfluss von Google, Microsoft und anderen Tech-Unternehmen auf regulatorische Entscheidungen zu sein.
Häufige Fragen zu KI-Regulierung im Bundestag
Wie stark beeinflussen Tech-Konzerne die KI-Regulierung?
Laut Drucksache 21/6023 hatten Tech-Konzerne 87 dokumentierte Termine mit der Bundesregierung. Google und Microsoft stehen dabei an der Spitze der Kontaktliste. Die Grünen kritisieren, dass eine vollständige Erfassung aller Kontakte nicht gewährleistet ist, was Fragen zur Transparenz der Lobbyarbeit aufwirft.
Welche militärischen Aspekte der KI werden diskutiert?
Die Drucksache 21/4716 zeigt, dass der Bundestag sich mit autonomen Waffensystemen und der Regulierung von Loitering Munition beschäftigt. Die AfD stellte konkrete Fragen zu KI-gesteuerten Waffen ohne menschliche Kontrolle, was die sicherheitspolitischen Dimensionen der KI-Regulierung verdeutlicht.
Haben Bürgerpetitionen Einfluss auf die KI-Regulierung?
Ja, laut Drucksache 21/5787 gab es teilweise Erfolg bei KI-Regulierung durch Bürgereingaben. Der Petitionsausschuss empfahl den Abschluss von 19 Bürgereingaben, darunter auch Petitionen zu Fragen der Künstlichen Intelligenz. Dies zeigt, dass sich Bürger aktiv an der Diskussion zur KI-Regulierung beteiligen.
Welche Rolle spielt das Digitalministerium bei der KI-Regulierung?
Gemäß Drucksache 21/5504 gab es Verzögerungen beim Aufbau des Digitalministeriums und Kritik an fehlender strategischer Führung nach einem Jahr. Die Grünen stellten kritische Fragen zur Effektivität des Ministeriums, was auch Auswirkungen auf die Gestaltung der KI-Regulierung haben könnte.
Parlamentarische Quellen
- Grüne decken Tech-Lobby auf: 87 Termine mit Bundesregierung
- Sicherheitsrisiken BRICS-Hardware: Bundesregierung verweigert detaillierte Auskünfte zu Beschaffungen
- Autonome Waffensysteme: Bundesregierung zur KI-Regulierung und Loitering Munition befragt
- Digitalministerium: Verzögerungen beim Aufbau und fehlende strategische Führung nach einem Jahr
- Petitionsausschuss empfiehlt Abschluss von 19 Bürgereingaben – Teilweise Erfolg bei KI-Regulierung

































































