AfD hinterfragt Schullesungen von Aktivisten Jakob Springfeld
Die AfD-Fraktion hat in einer Kleinen Anfrage vom 4. Mai 2026 (BT-Drs. 21/5709) kritische Fragen zu Schullesungen des Buchautors Jakob Springfeld an niedersĂ€chsischen Gymnasien gestellt. Die Veranstaltungen sind im April 2026 wĂ€hrend der regulĂ€ren Unterrichtszeit abgehalten worden. FĂŒr SchĂŒler sind sie verpflichtend gewesen.
Verpflichtende Lesungen an zwei Gymnasien
Springfeld hat am Hannah-Arendt-Gymnasium in Barsinghausen und am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden aus seinen BĂŒchern „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“ und „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen rechts“ gelesen. Organisiert worden sind die Veranstaltungen von der örtlichen Gruppe „Omas gegen Rechts“. Die Lesungen haben in den Schulaulen stattgefunden.
Die AfD kritisiert, dass SchĂŒler zu politischen Veranstaltungen verpflichtet wurden, ohne dass Gegenpositionen diskutiert werden.
Die Schulleiterin in Barsinghausen hat laut der Anfrage erklĂ€rt, dass wĂ€hrend der Veranstaltung keine Gegenpositionen diskutiert wĂŒrden. Die Lesung werde jedoch im Unterricht vor- und nachbereitet. Hintergrund ist offenbar die Intention, den SchĂŒlern Einblicke in die Thematik zu vermitteln, ohne dabei kontroverse Diskussionen zu fĂŒhren.
Vorwurf des VerstoĂes gegen Beutelsbacher Konsens
In den verpflichtenden Lesungen sieht die AfD einen möglichen VerstoĂ gegen das ĂberwĂ€ltigungsverbot des Beutelsbacher Konsenses. Dieser besagt, dass SchĂŒler nicht mit einer bestimmten Meinung ĂŒberwĂ€ltigt werden dĂŒrfen. Kontroverse Themen mĂŒssen auch kontrovers dargestellt werden. Dies ist bemerkenswert, da der Beutelsbacher Konsens seit Jahrzehnten als Grundlage politischer Bildung gilt.
Die Fraktion fragt unter anderem nach einer möglichen Bundesförderung der „Omas gegen Rechts“. Zudem will sie wissen, ob die Bundesregierung weitere solche Schullesungen plant. Ob die Regierung mit der niedersĂ€chsischen Landesregierung zu diesen Veranstaltungen im Austausch steht, ist ebenfalls Gegenstand der Anfrage.
18 AfD-Abgeordnete haben die Anfrage unterzeichnet. Darunter sind Martin Reichardt und Sebastian Maack als federfĂŒhrende Fragesteller. Eine Antwort der Bundesregierung steht noch aus.

































































