- 25 Millionen Euro für gescheitertes Verwaltungsprojekt
- Datenatlas Bund nach Jahren eingestellt
- AfD fordert Aufklärung über Projektmanagement
Datenatlas Bund: 25 Millionen Euro für gescheitertes IT-Projekt
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6176 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Der ‚Datenatlas Bund‘ war Teil der Datenstrategie des Kabinetts Scholz und sollte als gemeinsames Digitalisierungsinstrument die Modernisierung der Bundesverwaltung vorantreiben. Das Projekt zielte darauf ab, eine ressortübergreifende Metadatenbank zu schaffen, um Transparenz und Effizienz in der Verwaltung zu steigern. Nach mehrjähriger Entwicklungszeit wurde das Portal jedoch zum Jahresende 2025 stillgelegt, obwohl bereits erhebliche Mittel investiert worden waren.
- 25 Millionen Euro — Gesamtkosten für das gescheiterte Digitalisierungsprojekt
- 31. Dezember 2025 — Stilllegungsdatum des Datenatlas-Portals
- 14 Einzelfragen — Umfang der parlamentarischen Anfrage zur Aufklärung
Aus Sicht der Fragesteller wirft das – so ihre Auffassung – Scheitern dieses Projekts angesichts der enormen Kosten grundlegende Fragen zur Projektplanung und -steuerung, zur Digitalisierungsfähigkeit der Bundesverwaltung sowie zur politischen Verantwortlichkeit auf.
— Begründung BT-Drs. 21/6176
Die Bundesverwaltung hat das Digitalisierungsprojekt ‚Datenatlas Bund‘ eingestellt. Das als zentrales Instrument zur Modernisierung der Verwaltung entwickelte System kostete 25 Millionen Euro. Zum Jahresende 2025 wurde es stillgelegt. Die AfD-Fraktion fordert nun Aufklärung über das Vorhaben.
Projektinhalte und Einstellung
Das Projekt war als ressortübergreifende Metadatenbank konzipiert gewesen. Es hatte darauf abgezielt, die Datenstrategie des Kabinetts Scholz umzusetzen. Transparenz und Effizienz in der Bundesverwaltung sollten gesteigert werden, indem Behörden ihre Datenbestände besser vernetzen und nutzen könnten. Die Bundesdruckerei entwickelte das Portal über mehrere Jahre hinweg. Nach der Entwicklungszeit wurde es abgeschaltet. Die angestrebten Ziele wurden nicht erreicht.
Die AfD-Abgeordneten Edgar Naujok und Ruben Rupp haben in ihrer Kleinen Anfrage vom 7. Mai 2026 insgesamt 14 Fragen formuliert. Sie fragten nach den zuständigen Behörden für Projektplanung und -steuerung. Auch die Zusammensetzung der 25 Millionen Euro Kosten soll erläutert werden. Darüber hinaus interessiert sie die Informationspolitik gegenüber dem Parlament.
Ein teures Computerprogramm für die Bundesverwaltung wurde nach Jahren der Entwicklung eingestellt, obwohl bereits 25 Millionen Euro investiert worden waren.
Inhalt der parlamentarischen Anfrage
Die Anfrage zielt darauf ab herauszufinden, ob eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt worden ist. Welche fachlichen Gutachten im Projektverlauf eingeholt wurden, wollen die Abgeordneten ebenfalls wissen. Nach einem unabhängigen Controlling fragen sie auch. Vor der Projekteinstellung erfolgte keine Veröffentlichung der Umsetzungsschwierigkeiten.
Nach Auswirkungen auf weitere Digitalisierungsvorhaben der Bundesverwaltung fragt die AfD. Konkret geht es um mögliche Verzögerungen beim Aufbau einer föderalen Dateninfrastruktur im Rahmen des NOOTS-Staatsvertrages sowie andere IT-Projekte in den Bundesministerien.
Frage nach zukünftigen Standards
Strukturelle Aspekte stehen ebenfalls im Focus der parlamentarischen Initiative. Die AfD fragt, ob die Bundesregierung künftig verbindliche Standards und Evaluationskriterien für IT-Projekte der Bundesverwaltung einführt. Personelle und organisatorische Konsequenzen sind weitere Themen der Anfrage.
Die Einstellung des Datenatlas betrifft die Digitalisierung der Bundesverwaltung. Während andere Bereiche wie das Verwaltungsprozessrecht modernisiert werden, zeigt der Fall die Herausforderungen bei der Umsetzung komplexer IT-Vorhaben.
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Betroffen sind alle Bundesbehörden, die das System nutzen sollten, sowie Steuerzahler, die die Kosten tragen. Weitere Digitalisierungsvorhaben der Bundesverwaltung könnten durch das Scheitern beeinträchtigt werden.
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Die Bundesregierung hat 21 Tage Zeit, um auf die am 7. Mai 2026 eingereichte Kleine Anfrage zu antworten. Die Antwort soll Aufschluss über die Projektverantwortlichkeiten, Kostenentstehung und geplante Konsequenzen geben.
- Metadatenbank
- Ein System zur Verwaltung von Informationen über Datenbestände, das deren Auffindbarkeit und Nutzung erleichtert.
- NOOTS-Staatsvertrag
- Vertrag zwischen Bund und Ländern zum Aufbau einer föderalen Dateninfrastruktur für den öffentlichen Sektor.
Was war der Datenatlas Bund?
Ein geplantes digitales Instrument zur ressortübergreifenden Bereitstellung einer Metadatenbank für die Bundesverwaltung, das Transparenz und Effizienz steigern sollte.
Warum wurde das Projekt eingestellt?
Die konkreten Gründe sollen durch die Anfrage geklärt werden. Das Portal wurde zum 31. Dezember 2025 abgeschaltet.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6176 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































