Die Linke fragt zur militärischen Weltraumaufrüstung der Bundeswehr
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5438 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Im November 2025 veröffentlichte die Bundesregierung ihre Weltraumsicherheitsstrategie. Diese sieht vor, die Bundeswehr zu militärischen Einsätzen im Weltraum zu befähigen. Als Begründung führt die Strategie die verschlechterte Sicherheitslage durch Russland und die wachsende Bedeutung des Weltraums für moderne Gesellschaften an. Bis Mitte der 2030er Jahre sollen mindestens 35 Milliarden Euro für die Aufrüstung bereitgestellt werden.
Die Linke-Fraktion stellt der Bundesregierung 23 detaillierte Fragen zur Umsetzung der im November 2025 veröffentlichten Weltraumsicherheitsstrategie. Im Mittelpunkt steht die geplante militärische Aufrüstung der Bundeswehr für Einsätze im Weltraum.
Milliardenschwere Aufrüstungspläne im Fokus
Bis Mitte der 2030er Jahre sollen laut Drucksache 21/5438 vom 17. April 2026 mindestens 35 Milliarden Euro für die Weltraumaufrüstung bereitgestellt werden. Die Linke kritisiert, die Weltraumsicherheitsstrategie trägt zur weiteren Militarisierung im Weltraum bei. Ein Wettrüsten wird befördert.
Welche Bundesministerien an der Umsetzung beteiligt sind, fragen die Abgeordneten. Der geplante Ausbau des Weltraumkommandos und die anfallenden Kosten stehen ebenso im Fokus ihrer Anfrage. Dies ist bemerkenswert, da die Strategie die geplante Entwicklung hypersonischer Flugsysteme als wichtigen Baustein nennt – ein besonders kostspieliger und technologisch anspruchsvoller Bereich.
Die Bundeswehr soll lernen, im Weltraum militärisch zu agieren – mit Satelliten, Überwachung und neuen Waffensystemen.
NATO-Kooperationen im Weltraum bilden einen weiteren Schwerpunkt. Insbesondere geht es um Deutschlands Beteiligung an der US-geführten Operation Olympic Defender. Hintergrund ist die verstärkte militärische Zusammenarbeit der Bündnispartner auch im Weltraum. Konkrete Bedrohungslagen interessieren die Linke ebenfalls: Wie viele Störungen deutscher Satelliten hat es seit 2022 gegeben? Welche Vorfälle ordnen die Behörden Russland oder China zu?
Fehlende Details zur Finanzierung und zu Einsatzgrundsätzen bemängelt die Fraktion. Unklar bleiben auch die Auswirkungen auf bestehende Rüstungskontrollabkommen. Wie bei anderen großen Regierungsvorhaben fordert sie mehr Transparenz bei der parlamentarischen Kontrolle.
Eine eigene Ausbildungsstätte für Weltraumsoldaten plant die Bundesregierung mit der Weltraumakademie. Nach dem geplanten Start, der Anzahl der Ausbildungsplätze und den zusätzlichen Kosten fragt die Linke.
Betroffen sind Steuerzahler durch die hohen Kosten von 35 Milliarden Euro. Das Weltraumkommando der Bundeswehr wird personell und strukturell ausgebaut. Soldaten verschiedener Fachbereiche werden für Weltraumeinsätze rekrutiert und geschult.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 13.05.2026) 35-Milliarden-Aufruestung: Bundesregierung weicht Fragen aus →
- Weltraumkommando
- Organisationsbereich der Bundeswehr für militärische Weltraumoperationen, der seit 2021 aufgebaut wird.
- Hypersonische Flugsysteme
- Flugzeuge oder Raketen, die mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen können.
- Operation Olympic Defender
- US-geführte internationale Kooperation zum Schutz von Satelliten und Weltrauminfrastruktur.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5438 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































