- 31 Detailfragen zu Berliner Bahninfrastruktur
- Kritik an unzufriedenstellendem Bahnhofszustand
- Regionalverkehrsanschluss für Marzahn-Hellersdorf gefordert
Berliner Bahnhöfe: Grüne fragen nach maroder Infrastruktur
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6079 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat trotz vorhandener Regionalverkehrslinien bisher keinen Anschluss an den Regionalverkehr. Die Verantwortung für den Erhalt der Schieneninfrastruktur liegt bei der DB InfraGO AG. Die Grünen kritisieren, dass wesentliche Teile der Bahninfrastruktur in keinem zufriedenstellenden Zustand sind.
Die Bahninfrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Nahverkehrs in Berlin. Der Zustand der Bahninfrastruktur entspricht häufig nicht den Erwartungen an eine akzeptable Aufenthaltsqualität.
— Begründung BT-Drs. 21/6079
Die Grünen-Fraktion im Bundestag hat eine umfangreiche Kleine Anfrage zur Bahninfrastruktur in Berlin-Marzahn-Hellersdorf eingereicht. Die Drucksache 21/6079 vom 26. Mai 2026 umfasst 31 detaillierte Fragen zum Zustand und geplanten Ausbau der Bahnhöfe im Berliner Ostbezirk.
Die Grünen fragen: Wie ist der Zustand der Bahnhöfe und wann werden sie saniert?
Federführend bei der Anfrage ist der verkehrspolitische Sprecher Matthias Gastel zusammen mit sieben weiteren Grünen-Abgeordneten. Sie stellten fest, dass der Zustand der Bahninfrastruktur „häufig nicht den Erwartungen an eine akzeptable Aufenthaltsqualität“ entspricht. Dies ist bemerkenswert, da der Ostbezirk trotz seiner Größe noch immer unzureichend an das Bahnnetz angebunden ist.
Konkrete Sachverhalte im Fokus
Die Anfrage konzentriert sich auf den Bahnhof Ahrensfelde mit Auswirkungen der Taubenbevölkerung und begrenzten Kapazitäten. Auch der höhengleiche Bahnübergang in Biesdorf mit hohen Schließzeiten steht im Fokus. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken über die Wuhletalstraße. Hintergrund ist, dass der Bezirk Marzahn-Hellersdorf trotz vorhandener Regionalverkehrslinien bisher keinen Anschluss an den Regionalverkehr hat.
Ein Schwerpunkt liegt auf der geplanten Nahverkehrstangente. Dieses Bahnprojekt soll die Verbindung der Stadtteile verbessern. Die Grünen fragten nach Finanzierung, Zeitplan und aktuellen Planungsphasen, wobei auch die Finanzierungsvereinbarungen für verschiedene Infrastrukturprojekte im Mittelpunkt stehen.
Barrierefreiheit und Modernisierung
Weitere Fragen betreffen die Barrierefreiheit von Bahnhöfen. Geplante PV-Anlagen auf Bahnhofsdächern sind ebenso Thema wie die Schaffung zusätzlicher Zugänge. Die Grünen fragten auch, ob bei Brückenerneuerungen bereits die geplante Straßenbahnstrecke Falkenberg-Ahrensfelde berücksichtigt wird.
Die parlamentarische Anfrage zeigt das breite Spektrum der Infrastruktursachverhalte im Berliner Osten auf. Von konkreten Instandhaltungsmaßnahmen bis hin zu langfristigen Ausbauplänen erwarten die Grünen umfassende Antworten der Bundesregierung.
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Betroffen sind Pendler und Anwohner im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, die auf S-Bahn und Regionalverkehr angewiesen sind. Der Bezirk hat etwa 270.000 Einwohner.
Die Bundesregierung hat 21 Tage Zeit, um die Kleine Anfrage zu beantworten. Die Antwortfrist endet am 16. Juni 2026. Nach der Antwort ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen.
- DB InfraGO AG
- Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, die für den Betrieb und Erhalt der Schieneninfrastruktur zuständig ist.
- Nahverkehrstangente
- Geplante Bahnverbindung, die verschiedene Berliner Stadtteile tangential miteinander verbinden soll.
- Zustandsnoten
- Bewertungssystem der DB für den Zustand von Bahnhöfen und Infrastruktur, meist von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht).
Welche Bahnhöfe sind in Marzahn-Hellersdorf betroffen?
Die Anfrage bezieht sich auf alle Bahnhöfe im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, konkret genannt werden Ahrensfelde, Springpfuhl, Kaulsdorf, Biesdorf und Marzahn.
Was ist die Nahverkehrstangente?
Ein geplantes Bahnprojekt, das verschiedene Stadtteile miteinander verbinden soll. Die Grünen fragen nach Finanzierung, Zeitplan und Umsetzungsstand dieses Projekts.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6079 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
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