Berlin, 9. Juli 2026. Zur geplanten Beschaffung von Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU als Ersatz für das gescheiterte Projekt F126 erklärt verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jan Nolte:
„Wir werden einer übereilten Beschaffung der MEKO nicht zustimmen. Das Verteidigungsministerium versucht derzeit, den Eindruck zu erwecken, die MEKO A-200 könne die F126 nicht nur ersetzen, sondern stelle für die Bundeswehr sogar die bessere Lösung dar. Diese Darstellung überzeugt uns nicht. Von der Bundeswehr beschaffte Schiffe sind Jahrzehnte im Einsatz und müssen daher ihren tatsächlichen militärischen Anforderungen entsprechen. Geschwindigkeit bei der Beschaffung ist wichtig, darf aber nicht zum allein entscheidenden Kriterium werden.“
Der Berichterstatter AfD-Fraktion zum Verteidigungshaushalt im Haushaltsausschuss, Thomas Ladzinski, ergänzt:
„Der alternative Beschaffungsweg für die MEKO A-200 war ursprünglich bestenfalls als Interimslösung gedacht. Mit einer geplanten Verdrängung von rund 4000 t ist die MEKO A-200 weniger als halb so groß wie die Fregatten 126. Auf wesentliche Fähigkeitsforderungender Marine für den Einsatz im Nordatlantik muss bei diesen wesentlich kleineren Schiffen verzichtet werden, die angesichts des derzeitigen Preises von 1,6 Milliarden Euro pro Schiff nicht hinnehmbar sind. Der nachträgliche, ergänzende Einbau von zukünftigen Technologien wie beispielsweise Laserabwehrsystemen, ist aus Platzmangel schon jetzt fraglich. Es werden hier Schiffe beschafft, die ab 2029 kurzfristig eine funktionale Lücke füllen, mittel- und langfristig jedoch nur eingeschränkt nutzbar sein werden. Niemand verlangt eine Goldrandlösung. Es ist richtig, dass die Bundeswehr bei Beschaffungen pragmatischer werden muss. Aber Pragmatismus bedeutet nicht, unter Zeitdruck Schiffe zu kaufen, bei denen zentrale Fragen zu Fähigkeiten, Einsatzprofil und langfristiger Eignung offenbleiben.“
Nolte fügt hinzu:
„Das Scheitern der F126 ist ein schweres Beschaffungsdebakel. Der Auftrag hätte aus Sicht der AfD-Bundestagsfraktion nie an die Damen-Werft vergeben werden dürfen. Auf die Risiken ist durch uns frühzeitig und wiederholt hingewiesen worden. Am Ende stehen rund2,3 Milliarden Euro Steuergeld im Raum, ohne dass die Bundeswehr ein einsatzfähiges Schiff erhalten hat. Das ist eine ungeheure Summe. Gerade weil derzeit im Verteidigungsbereich Milliardenbeträge bewegt werden, muss der Steuerzahler darauf vertrauen können, dass mit diesem Geld verantwortungsvoll umgegangen wird. Die AfD-Fraktion fordert deshalb die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses: Dieses Debakel muss vollständig aufgeklärt werden. Es muss transparent werden, wer welche Entscheidungen getroffen hat, welche Risiken bekannt waren und warum Warnungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Nur so kann verhindert werden, dass sich ein solches Versagen bei künftigen Beschaffungen wiederholt.“
Der Beitrag Wir werden einer übereilten Beschaffung der MEKO nicht zustimmen erschien zuerst auf AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag.





























































