- 90,3 Millionen Euro seit 2022 zugesagt
- Strategische Partnerschaft seit 2024 vereinbart
- Rohstoffpartnerschaft besteht bereits seit 2011
Mongolei-Kooperation: Bundesregierung investiert 90 Millionen Euro
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5993 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die Mongolei gilt als strategisch wichtiger Partner Deutschlands in Asien, insbesondere bei der Rohstoffversorgung. Seit 2011 besteht eine Rohstoffpartnerschaft zwischen beiden Ländern. 2024 wurde diese durch eine umfassende Strategische Partnerschaft erweitert, die gemeinsame Werte wie Demokratie und Marktwirtschaft betont.
Deutschland und die Mongolei verbindet seit 2024 eine Strategische Partnerschaft basierend auf gemeinsamen Werten wie Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit sowie marktwirtschaftlichen Prinzipien.
— Antwort Bundesregierung BT-Drs. 21/5993
Die Bundesregierung hat Einblicke in ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Mongolei gegeben. Seit 2022 wurden insgesamt 90,3 Millionen Euro für verschiedene Projekte zugesagt. Dies geht aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der AfD (BT-Drs. 21/5993 vom 19. Mai 2026) hervor.
Strategische Partnerschaft seit 2024
Deutschland und die Mongolei sind seit 2024 durch eine Strategische Partnerschaft verbunden, die auf gemeinsamen Werten beruht. Diese umfasst Demokratie, Menschenrechte und marktwirtschaftliche Prinzipien. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung einschließlich beruflicher Bildung. Hinzu kommt der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Bereich Klima und Energie.
Die Förderung von Bildungsprojekten bildet einen Schwerpunkt. Hintergrund ist, dass auch in der Mongolei der Aufbau von Bildungskapazitäten eine zentrale Rolle spielt.
Rohstoffe und kritische Materialien
Die Mongolei produziert kritische Rohstoffe wie Flussspat und Kupfer. Diese sind für deutsche Unternehmen von Bedeutung. Bei Seltenen Erden sieht die Bundesregierung jedoch keine kurzfristige wirtschaftliche Relevanz. Dies ist bemerkenswert, da diese Materialien für Zukunftstechnologien als strategisch wichtig gelten – die Bundesregierung begründet ihre Einschätzung mit geringen Gehalten und fehlender Infrastruktur. Ein Ausbau der seit 2011 bestehenden Rohstoffpartnerschaft ist derzeit nicht vorgesehen.
Die Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT) hat seit 2020 insgesamt 8,5 Millionen Euro Förderung erhalten. Sie kooperiert mit mehreren deutschen Hochschulen – darunter die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Zittau/Görlitz.
Deutschland investiert in die Mongolei, um langfristige Partnerschaften für Rohstoffe und Energie aufzubauen – ähnlich wie bei anderen außenpolitischen Kooperationen.
Finanzierung und Durchführung
Die Mittel werden hauptsächlich über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt. Das develoPPP Förderprogramm ermöglicht deutschen und europäischen Unternehmen die Teilnahme an Projekten, sofern unternehmerische und entwicklungspolitische Interessen zusammentreffen.
Als Hemmnisse für deutsche Investitionen nennt die Bundesregierung verschiedene Faktoren. Dazu gehören instabile Investitionsrahmenbedingungen und fehlende Infrastruktur. Hinzu kommen schwierige Lieferketten aufgrund der geografischen Lage der Mongolei.
Weiterlesen:
• Politische Reformen im parlamentarischen System
• Wissenschaftspolitik und internationale Kooperationen
• Außenpolitische Partnerschaften und ihre Bedeutung
Betroffen sind deutsche Unternehmen im Rohstoff- und Energiesektor, mongolische Fachkräfte durch Bildungsprogramme sowie deutsche Steuerzahler als Financiers der Entwicklungszusammenarbeit.
Die Bundesregierung beantwortet alle Fragen vollständig und verweist teilweise auf öffentlich verfügbare Informationen im Transparenzportal. Bei einigen technischen Details wird auf Projektdetails verwiesen.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 19.05.2026) Rohstoffkooperation Deutschland-Mongolei: AfD fragt nach BMZ-Mitteln und Hochschulprojekten →
- Strategische Partnerschaft
- Weitreichende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen zwei Staaten auf Basis gemeinsamer Werte und Interessen.
- Kritische Rohstoffe
- Rohstoffe mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung und gleichzeitig hohem Versorgungsrisiko laut EU-Definition.
- DMHT
- Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie zur Ausbildung von Fachkräften für den Rohstoffsektor.
Wieviel Geld fließt in die Mongolei-Zusammenarbeit?
Seit 2022 wurden 90,3 Millionen Euro für verschiedene Projekte zugesagt, aufgeteilt zwischen GIZ und KfW.
Was sind die Ziele der Mongolei-Partnerschaft?
Stärkung nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, Energiewende und Bewältigung klimabedingter Herausforderungen.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5993 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































