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    Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6655

    Lehrermangel: AfD fordert Rückkehr zum Staatsexamen

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    Meinungsfreiheit: Enquete-Kommission im Bundestag beantragt

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    Begriff erklärt: Wohngeld

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Home Themen Zuwanderung & Asyl

SGB-II-Zugang: AfD fordert Gesetzentwurf bis September 2026

durch Redaktion Bundestag
24. Juni 2026
in Zuwanderung & Asyl
1
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6642

KI-generiertes Titelbild zur Bundestagsdrucksache 21/6642

3
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VerfahrensstandAntrag
Noch nicht beantwortet
1
Einbringung
Eingebracht von einer Fraktion, Gruppe oder mindestens 5 % der Abgeordneten.
2
Plenardebatte
Diskussion im Bundestag; häufig verbunden mit Überweisung an Fachausschüsse.
?
Ausschussberatung (falls nötig)
Fachausschüsse beraten und geben eine Beschlussempfehlung.
4
Abstimmung
Abschließende Abstimmung im Plenum über den Antrag oder die Ausschussempfehlung.
5
Ergebnis
Annahme — die Bundesregierung wird aufgefordert zu handeln — oder Ablehnung.
Vorgang VO336534 →
⏱ 6 Min. Lesezeit
⚖️ Verfahrensstand
📥Noch nicht beantwortet
📅 23.06.2026
⚡ Auf einen Blick

  • 2,44 Mio. Ausländer unter 5,30 Mio. SGB-II-Berechtigten im Februar 2026
  • SGB-II-Hilfequote bei Ausländern: 19,2 Prozent, Gesamtquote nur 8,2 Prozent
  • Gesetzentwurf soll bis 1. September 2026 vorgelegt werden
🔗 Hintergrund: Der Antrag verweist auf den IAB-Zuwanderungsmonitor Mai 2026 sowie auf BT-Drs. 21/6003 zur Kindergeld-Indexierung und BT-Drs. 21/3605 zur aktivierenden Grundsicherung.

  • Wirtschaftsreform: AfD fordert Steuerreform und Kernenergie
  • EU-Wettbewerbsfonds: Ostdeutschland im Nachteil?

Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6642 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

Nach dem IAB-Zuwanderungsmonitor Mai 2026 waren im Februar 2026 rund 2,44 Millionen der insgesamt 5,30 Millionen SGB-II-Leistungsberechtigten ausländische Staatsangehörige. Die SGB-II-Hilfequote lag bei Ausländern mit 19,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtquote von 8,2 Prozent. Bei Staatsangehörigen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern betrug die Quote 39,9 Prozent, bei ukrainischen Staatsangehörigen 52,3 Prozent. Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hatte in der Regierungsbefragung vom 6. Mai 2026 erklärt, es wandere niemand in die deutschen Sozialsysteme ein — eine Aussage, auf die der Antrag ausdrücklich Bezug nimmt.

📊 Zahlen auf einen Blick

  • 2,44 Mio. — ausländische SGB-II-Leistungsberechtigte im Februar 2026 laut IAB-Zuwanderungsmonitor Mai 2026
  • 5,30 Mio. — Gesamtzahl der SGB-II-Leistungsberechtigten im Februar 2026
  • 19,2 % — SGB-II-Hilfequote bei Ausländern, gegenüber 8,2 % Gesamtquote
  • 39,9 % — SGB-II-Hilfequote bei Staatsangehörigen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern
  • 52,3 % — SGB-II-Hilfequote bei ukrainischen Staatsangehörigen

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Infografik BT-Drs. 21/6642
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Im Detail

Der deutsche Sozialstaat ist kein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, die es über die Grenze geschafft haben und im Bundesgebiet aufhalten.

— Begründung BT-Drs. 21/6642, AfD-Fraktion

Im Februar 2026 bezogen rund 2,44 Millionen ausländische Staatsangehörige Bürgergeld (SGB II) — bei einer Gesamtzahl von 5,30 Millionen Leistungsberechtigten. Das entspricht einem Anteil von knapp 46 Prozent, obwohl Ausländer einen deutlich geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die SGB-II-Hilfequote lag bei Ausländern mit 19,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtquote von 8,2 Prozent. Diese Zahlen aus dem IAB-Zuwanderungsmonitor Mai 2026 bilden das statistische Fundament der BT-Drucksache 21/6642, die die AfD-Fraktion am 23. Juni 2026 in den Deutschen Bundestag eingebracht hat.

SGB-II-Zugang für Ausländer: Was der Antrag vorsieht

Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, bis spätestens 1. September 2026 einen umfassenden Gesetzentwurf vorzulegen. Kernstück ist eine weitreichende Einschränkung des SGB-II-Zugangs für ausländische Staatsangehörige: EU-Bürger sollen erst nach mindestens fünf Jahren sozialversicherungspflichtiger Arbeit und dem Nachweis von Deutschkenntnissen auf B2-Niveau Anspruch auf Bürgergeld erhalten. Für Drittstaatsangehörige liegt die Hürde noch höher — zehn Jahre Erwerbstätigkeit sowie eine Niederlassungserlaubnis sollen Voraussetzung sein. Minijobs, Scheinarbeit und bloße Gewerbeanmeldungen sollen ausdrücklich nicht als qualifizierende Erwerbstätigkeit gelten. Darüber hinaus soll der SGB-II-Bezug für Ausländer auf insgesamt zwölf zusammenhängende Monate und maximal fünf Jahre im Erwerbsleben begrenzt werden.

Was gilt aktuell?

Nach geltendem Recht haben EU-Bürger unter bestimmten Voraussetzungen — insbesondere wenn sie als Arbeitnehmer tätig sind oder waren — Zugang zu SGB-II-Leistungen. Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltstitel können ebenfalls leistungsberechtigt sein. Asylbewerber erhalten nach einer Wartefrist von 36 Monaten sogenannte Analogleistungen nach § 2 AsylbLG, die dem Niveau der regulären Sozialhilfe entsprechen. Dieses System soll nach dem Willen der AfD grundlegend verändert werden.

Sofortmaßnahmen gegen Sozialleistungsmissbrauch

Neben der strukturellen Neuordnung des SGB-II-Zugangs enthält der Antrag ein Bündel an Sofortmaßnahmen: Erwerbsfähige Bürgergeld-Empfänger sollen nach sechs Monaten Leistungsbezug zu gemeinnütziger Bürgerarbeit verpflichtet werden. Zahlungsdienstleister wie PayPal sollen in den automatisierten Datenabgleich nach § 52 SGB II einbezogen werden. Ein digitales Datenaustauschsystem zwischen Jobcentern, Sozialämtern, Familienkassen, Ausländerbehörden und Sicherheitsbehörden mit monatlichem Datenaustausch und KI-gestützten Analysesystemen soll Missbrauch aufdecken. Auch Bezahlkarten bei Pflichtverletzungen sowie schärfere Rückforderungsregeln stehen auf der Forderungsliste. Die Bundespolizei soll zudem die Befugnis erhalten, bei Grenzkontrollen Mobiltelefone von Ausländern mit Schutztiteln zu sichten, wenn der Verdacht einer nicht gemeldeten Reise ins Herkunftsland besteht.

Kindergeld-Indexierung und Asylbewerberleistungsrecht

Zwei weitere Komplexe ergänzen den Antrag: Beim Kindergeld für im EU-Ausland lebende Kinder fordert die AfD eine Anpassung an die dortigen Lebenshaltungskosten — entsprechend dem bereits vorliegenden Gesetzentwurf auf BT-Drs. 21/6003. Beim Asylbewerberleistungsrecht soll das Prinzip „Brot, Bett und Seife“ gelten: Leistungen während des Asylverfahrens und nach erfolglosem Abschluss sollen auf Sachleistungen für Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Hygiene sowie medizinische Notversorgung beschränkt werden. Die Analogleistungen nach § 2 AsylbLG sollen vollständig abgeschafft werden. Bei Asylherkunftsländern lag die SGB-II-Hilfequote laut IAB zuletzt bei 39,9 Prozent, bei Ukrainern bei 52,3 Prozent.

Transparenz und parlamentarische Kontrolle

Der Antrag verlangt außerdem halbjährliche Berichte der Bundesregierung an den Bundestag über die Entwicklung des SGB-II- und SGB-XII-Leistungsbezugs aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus, Erwerbsstatus und Herkunftsgruppen. Künftige Gesetzesvorhaben im Bereich Migration und Sozialleistungen sollen ihre fiskalischen Auswirkungen auf die steuerfinanzierten Sozialsysteme ausdrücklich ausweisen. Damit reagiert die Fraktion auch auf eine Aussage von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die in der Regierungsbefragung vom 6. Mai 2026 erklärt hatte, es wandere niemand in die deutschen Sozialsysteme ein — eine Einschätzung, der der Antrag unter Verweis auf die IAB-Statistik widerspricht. Die Debatte über den SGB-II-Zugang findet vor dem Hintergrund laufender Reformdiskussionen statt, wie etwa beim Wirtschaftsreform-Antrag der AfD oder den aktuellen Rentendebatten im Bundestag.

Der Antrag (BT-Drs. 21/6642) wurde am 23. Juni 2026 eingebracht und muss noch in den Ausschüssen beraten werden. Ähnliche Initiativen, die den Sozialleistungszugang für Ausländer einschränken wollten, sind in früheren Wahlperioden regelmäßig an den Mehrheitsverhältnissen im Bundestag gescheitert. Zur aktuellen parlamentarischen Lage gibt auch der Überblick Heute im Bundestag – 24.06.2026 Auskunft.

Weiterlesen:

  • Wirtschaftsreform: AfD fordert Steuerreform und Kernenergie
  • Aus den Ausschüssen – KW26/2026
  • Heute im Bundestag – 24.06.2026
👥 Wen betrifft das?

Betroffen sind ausländische Staatsangehörige in Deutschland, die aktuell SGB-II-Leistungen beziehen oder künftig beantragen. Besonders relevant sind die Regelungen für EU-Bürger und Drittstaatsangehörige, Asylbewerber sowie Familien mit im Ausland lebenden Kindern, die Kindergeld beziehen. Auch Jobcenter, Sozialämter und Kommunen wären durch neue Kontroll- und Datenaustauschpflichten betroffen.

🏛️ Reaktionen im Parlament

AfD: Die Fraktion erklärt laut Begründung des Antrags, die Aussage von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vom 6. Mai 2026 — „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“ — werde der sozialpolitischen Realität nicht gerecht. Pressemitteilung lesen →

📅 Parlamentarischer Fahrplan

Der Antrag wurde am 23. Juni 2026 eingebracht (BT-Drs. 21/6642) und ist noch nicht in den Ausschüssen beraten worden. Als nächster Schritt steht die Zuweisung an den zuständigen Ausschuss — voraussichtlich den Ausschuss für Arbeit und Soziales — an, gefolgt von der Ausschussberatung und abschließenden Abstimmung im Bundestags-Plenum. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse gilt eine Annahme als unwahrscheinlich.

⚖️ Erwähnte Gesetze

  • SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende
  • Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
  • Aufenthaltsgesetz (AufenthG)
📖 Begriffe erklärt

SGB II
Zweites Buch Sozialgesetzbuch, regelt das Bürgergeld (früher Hartz IV) als Grundsicherung für Arbeitsuchende.
AsylbLG
Asylbewerberleistungsgesetz: Regelt staatliche Leistungen für Asylsuchende und Geduldete, die noch nicht das reguläre Sozialhilfeniveau erhalten.
Analogleistungen (§ 2 AsylbLG)
Leistungen auf dem Niveau der regulären Sozialhilfe, die Asylbewerbern nach einer Wartefrist (aktuell 36 Monate) gewährt werden.
❓ Häufige Fragen

Was fordert der AfD-Antrag konkret für EU-Ausländer?

EU-Bürger sollen erst nach mindestens fünf Jahren sozialversicherungspflichtiger Arbeit und Nachweis von B2-Deutschkenntnissen Bürgergeld erhalten dürfen.

Wie hoch ist die SGB-II-Quote bei Asylherkunftsländern laut Antrag?

Laut IAB-Zuwanderungsmonitor Mai 2026 lag die SGB-II-Hilfequote bei Staatsangehörigen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern bei 39,9 Prozent, bei Ukrainern bei 52,3 Prozent.

Was soll mit Asylbewerberleistungen geschehen?

Der Antrag fordert, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auf Sachleistungen (Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, Hygiene) zu beschränken und die sogenannten Analogleistungen nach § 2 AsylbLG abzuschaffen.

Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6642 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

📄 Quelle: Deutscher Bundestag / DIP — BT-Drs. 21/6642 | Antrag | Original-PDF | dip.bundestag.de

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25. Mai 2026
Wochenvorschau KW21/2026

Diese Woche im Bundestag – KW21/2026

18. Mai 2026
Bundesrat blockiert Reform

Steuerberatungsgesetz – Bundesrat verweigert Zustimmung zur Reform

4. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6368

FBI vor Gericht: US-Ermittler im deutschen Separatisten-Fall

12. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache

Petitionswesen im Bundestag: Verfahren und aktuelle Entscheidungen

18
Aus den Ausschüssen – KW23/2026

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12
Illustration: Bundestagsdrucksache

Begriff erklärt: Parlamentarische Kontrollrecht

9
Illustration: Bundestagsdrucksache

Steuerrecht im Bundestag zwischen BFH-Urteilen und Reformen

8
Terrorismus-Verfahren

1.600 Terrorismus-Verfahren: Das wahre Ausmaß der Gefährdung

8
193 Millionen jährlich: Hessen braucht Brücken-Kraftakt

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Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6655

Lehrermangel: AfD fordert Rückkehr zum Staatsexamen

24. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6651

Meinungsfreiheit: Enquete-Kommission im Bundestag beantragt

24. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6654

Queerfeindliche Gewalt: Straftaten seit 2010 nahezu verzehnfacht

24. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6649

Übergewinnsteuer: Grüne fordern 33% auf Krisengewinne

24. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6644

Steuerentlastung: Grüne fordern GKV-Senkung und 15 Mrd. Gegenfinanzierung

24. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/6645

Einkommensteuer-Reform: Linke fordert Entlastung bis 65.000 Euro

24. Juni 2026

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19. Juni 2026
Wirtschaft & Finanzen

EU-Wettbewerbsfonds: Ostdeutschland im Nachteil?

23. Juni 2026

Neueingänge

  • Lehrermangel: AfD fordert Rückkehr zum Staatsexamen
  • Meinungsfreiheit: Enquete-Kommission im Bundestag beantragt
  • Queerfeindliche Gewalt: Straftaten seit 2010 nahezu verzehnfacht
  • Übergewinnsteuer: Grüne fordern 33% auf Krisengewinne
  • Steuerentlastung: Grüne fordern GKV-Senkung und 15 Mrd. Gegenfinanzierung
  • Einkommensteuer-Reform: Linke fordert Entlastung bis 65.000 Euro
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