Beantwortet
Die AfD-Fraktion hat mit der Drucksache 21/5608 vom 27. April 2026 eine Kleine Anfrage zu Tatverdächtigenbelastungszahlen nach Staatsangehörigkeit im Jahr 2025 gestellt. Die Anfrage knüpft an frühere Datenreihen aus den Drucksachen 21/145 und 21/717 an.
Hintergrund der Anfrage
Dies ist bemerkenswert, da die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erst seit 2024 Daten zur Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen von Deutschen und Nichtdeutschen unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung erfasst. Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) gibt die Zahl der ermittelten, ansässigen Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils an. Kinder unter acht Jahren bleiben dabei unberücksichtigt.
Die Fraktion fragt nach detaillierten TVBZ-Daten für deutsche Tatverdächtige sowie die zehn führenden nichtdeutschen Staatsangehörigkeiten mit Wohnsitz in Deutschland. Diese Daten sollen nach Geschlecht aufgeschlüsselt werden. Hintergrund ist eine weitere Differenzierung nach verschiedenen Altersgruppen: Kinder ab acht bis unter 14 Jahren, Jugendliche 14 bis unter 18 Jahren, Heranwachsende 18 bis unter 21 Jahren und Erwachsene ab 21 Jahren.
Die Anfrage zielt darauf ab, detaillierte Vergleichsdaten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen bei der Kriminalitätsbelastung zu erhalten.
Abgefragte Deliktsbereiche
Die sieben Fragen der AfD-Abgeordneten um Martin Hess und Dr. Gottfried Curio erstrecken sich über verschiedene Kriminalitätsbereiche. Gewaltkriminalität insgesamt steht dabei im Fokus. Die Anfrage behandelt außerdem Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sowie Raubdelikte. Zusätzlich werden Daten zu gefährlicher und schwerer Körperverletzung erfragt, wobei die Abgeordneten außerdem nach Straftaten insgesamt und nach Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße fragen.
Die Anfrage zeigt das kontinuierliche Interesse der AfD-Fraktion an statistischen Daten zur Kriminalitätsverteilung nach Herkunft. Eine ähnliche Anfrage zu Geldautomaten-Sprengungen und weitere sicherheitspolitische Themen beschäftigen die Fraktion regelmäßig. Die Bundesregierung hat noch nicht auf diese Anfrage geantwortet.























































