- Durchschnittliche Altersrente langjährig Versicherter beträgt 1.501 Euro netto
- Beamte erhalten im Schnitt 3.416 Euro brutto Ruhegehalt monatlich
- Direkter Vergleich beider Systeme ist strukturell nicht möglich
Renten und Pensionen im Vergleich: Wissenschaftlicher Dienst legt Zahlen vor
Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat eine Übersicht ausgewählter statistischer Werte der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung erstellt. Die Analyse (Fachbereich WD 6, Abschluss: 2. Juli 2026) stützt sich auf Daten der Deutschen Rentenversicherung zum Stand 31. Dezember 2024 sowie auf Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Stand 1. Januar 2025.
Gesetzliche Rentenversicherung
Bei den Altersrenten insgesamt zeigt die sogenannte Rentenschichtung eine breite Streuung: Rund 10 Prozent aller Altersrentner erhalten einen monatlichen Zahlbetrag von unter 300 Euro, knapp 17 Prozent liegen zwischen 900 und 1.200 Euro. Lediglich rund 0,2 Prozent erzielen einen Zahlbetrag von 3.000 Euro oder mehr. Frauen sind in den unteren Einkommensklassen deutlich stärker vertreten als Männer.
Für langjährig Versicherte – also Personen mit mindestens 35 Versicherungsjahren – fallen die Werte höher aus. Die durchschnittliche Bruttorente dieser Gruppe beträgt 1.692 Euro monatlich (Männer: 1.891 Euro, Frauen: 1.459 Euro). Der durchschnittliche Netto-Zahlbetrag nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung liegt bei 1.501 Euro (Männer: 1.679 Euro, Frauen: 1.292 Euro). Die Auswertung nach Versicherungsjahren zeigt erwartungsgemäß: Je länger die Versicherungszeit, desto höher der Rentenzahlbetrag. Männer mit 50 und mehr Versicherungsjahren erzielen im Schnitt 1.895 Euro, Frauen in dieser Gruppe 1.505 Euro.
Beamtenversorgung
Im Bereich der Beamtenversorgung weist das Statistische Bundesamt zum 1. Januar 2025 insgesamt 1.418.800 Ruhegehaltsempfanger aus. Das durchschnittliche Ruhegehalt beträgt 3.416 Euro brutto monatlich – ein Anstieg von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2015 ist das durchschnittliche Ruhegehalt um jährlich rund 2,3 Prozent gestiegen. Die größte Gruppe der Pensionare bilden ehemalige Lehrer im Landesdienst mit rund einem Drittel aller Fälle. Die Gesamtausgaben für Pensionen beliefen sich 2024 auf 56,9 Milliarden Euro.
Die Schichtung der Ruhegehaltsempfanger zeigt, dass die Bezüge breiter gestreut sind als bei Rentnern: Nennenswerte Anteile liegen im Bereich zwischen 2.000 und 4.000 Euro brutto monatlich, während Werte unter 1.000 Euro selten vorkommen.
Eingeschränkte Vergleichbarkeit
Der Wissenschaftliche Dienst weist ausdrücklich darauf hin, dass ein direkter Vergleich beider Systeme nur sehr eingeschränkt möglich ist. Die Beamtenversorgung ist eine steuerfinanzierte Vollversorgung, die Grund- und Zusatzversorgung in einem abdeckt. Die gesetzliche Rente hingegen ist als Grundversorgung konzipiert und wird typischerweise durch betriebliche Altersvorsorge ergänzt. Zudem bemisst sich das Ruhegehalt am Endgehalt und der Dienstzeit, während die Rente auf dem lebensdurchschnittlichen Entgelt basiert. Auch steuerliche Unterschiede und die Pflicht zur privaten Krankenversicherung für Beamte erschweren einen einfachen Zahlenvergleich.

































































