- Jeder zehnte Altersrentner erhält weniger als 300 Euro monatlich
- Langjährig Versicherte erhalten im Schnitt 1.501 Euro Rentenzahlbetrag
- Männer beziehen deutlich höhere Renten als Frauen
Statistische Werte der gesetzlichen Rentenversicherung
Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat in einer Ausarbeitung (WD 6 – 3000 – 045/26, Stand 15. Juni 2026) ausgewählte Statistiken zur gesetzlichen Rentenversicherung zusammengestellt. Die Daten stammen aus der Veröffentlichung „Rentenversicherung in Zahlen 2025″ der Deutschen Rentenversicherung und beziehen sich auf den Rentenbestand zum 31. Dezember 2024.
Verteilung der Altersrenten nach Zahlbetrag
Von insgesamt rund 18,9 Millionen Altersrenten entfielen zum Stichtag 10 Prozent auf Zahlbeträge unter 300 Euro monatlich. Die größte Gruppe bildeten Renten zwischen 900 und 1.200 Euro (16,9 Prozent). Renten oberhalb von 2.100 Euro waren deutlich seltener: Nur rund 3,7 Prozent der Altersrentner erhielten mehr als 2.400 Euro. Frauen waren in den unteren Einkommensklassen überproportional vertreten, während Männer häufiger höhere Zahlbeträge bezogen.
Langjährig Versicherte: Bruttorente und Zahlbetrag
Für sogenannte langjährig Versicherte – Rentner mit mindestens 35 Versicherungsjahren – lagen die Werte deutlich höher. Die durchschnittliche Bruttorente (vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag, vor Steuern) betrug insgesamt 1.692 Euro monatlich. Männer erzielten mit durchschnittlich 1.891 Euro erheblich mehr als Frauen mit 1.459 Euro.
Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag – also nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge, aber vor Steuern – lag für langjährig Versicherte bei 1.501 Euro. Auch hier zeigte sich eine deutliche Geschlechterdifferenz: Frauen erhielten im Schnitt 1.292 Euro, Männer 1.679 Euro. Im Vergleich zu 1993 ist der Zahlbetrag für langjährig Versicherte insgesamt deutlich gestiegen.
Renten nach Versicherungsjahren
Die Auswertung nach Versicherungsjahren verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Beitragsdauer und Rentenhöhe. Bei 35 bis unter 40 Versicherungsjahren lag der durchschnittliche Zahlbetrag für Frauen und Männer zusammen bei 1.087 Euro, bei 40 bis unter 45 Jahren bei 1.357 Euro, bei 45 bis unter 50 Jahren bei 1.659 Euro und bei 50 und mehr Versicherungsjahren bei 1.837 Euro. Die größte Gruppe stellten dabei Rentner mit 45 bis unter 50 Versicherungsjahren (rund 37,7 Prozent aller langjährig Versicherten).
Auch in dieser Auswertung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer weisen im Schnitt mehr Versicherungsjahre auf und erzielen bei gleicher Beitragsdauer höhere Zahlbeträge als Frauen. So erhielten Männer mit 45 bis unter 50 Versicherungsjahren durchschnittlich 1.771 Euro, Frauen in derselben Gruppe 1.448 Euro.
































































