- BKM-Geschäftsbereich führt mit 27 Fehltagen das Krankenstand-Ranking
- 6 Tage mehr als Durchschnitt der Bundesverwaltung
- AfD fordert detaillierte Aufschlüsselung über zehn Jahre
BKM-Krankenstand: 27 Tage pro Beschäftigten im Jahr 2023
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6273 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Der jährliche Gesundheitsförderungsbericht des Bundesinnenministeriums zeigt regelmäßig die Krankenstände in der Bundesverwaltung auf. Das BKM führt diese Statistik seit Jahren an, obwohl dort im Vergleich zu anderen Behörden wie dem Verteidigungsministerium geringere körperliche Anforderungen gestellt werden. Der Krankenstand liegt deutlich über dem Durchschnitt der unmittelbaren Bundesverwaltung.
- 27 Arbeitstage — durchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeit pro Beschäftigten im BKM-Geschäftsbereich 2023
- 3,5 Tage mehr — als beim zweitplatzierten Bundesverteidigungsministerium
- 6 Tage über Durchschnitt — der gesamten unmittelbaren Bundesverwaltung
- 14 detaillierte Fragen — stellt die AfD zur Personalentwicklung und zu Krankenständen
Im Detail
2023 verzeichnete der Geschäftsbereich der Behörde des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zum wiederholten Male den höchsten Krankenstand aller Bundesbehörden.
— Vorbemerkung BT-Drs. 21/6273
Die Behörde des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verzeichnete 2023 mit durchschnittlich 27 Krankheitstagen pro Beschäftigten den höchsten Krankenstand aller Bundesbehörden. Diese Zahlen gehen aus dem Gesundheitsförderungsbericht des Bundesinnenministeriums hervor. Die AfD-Fraktion sieht sich zu einer detaillierten Anfrage veranlasst.
Betroffen ist nicht nur die unmittelbare Kulturverwaltung. Der Krankenstand erstreckt sich über den gesamten Geschäftsbereich des BKM einschließlich nachgeordneter Einrichtungen wie dem Bundesarchiv und der Kunstverwaltung des Bundes. 27 Fehltage – das liegt um 6 Tage über dem Durchschnitt der gesamten unmittelbaren Bundesverwaltung und 3,5 Tage über dem des zweitplatzierten Bundesverteidigungsministeriums.
Was gilt aktuell?
Der Krankenstand im öffentlichen Dienst wird jährlich durch das Bundesinnenministerium erfasst und in einem Gesundheitsförderungsbericht veröffentlicht. Dabei werden krankheitsbedingte Fehlzeiten nach Behörden, Laufbahngruppen und anderen Kategorien aufgeschlüsselt. Die Daten dienen als Grundlage für Gesundheitsmanagement. Auch für die Personalplanung in der Bundesverwaltung werden sie herangezogen.
Die AfD-Anfrage umfasst 14 Fragen zur Entwicklung der Krankenstände über die letzten zehn Jahre. Die Fraktion fragt nach der Aufschlüsselung nach Laufbahngruppen, Statusgruppen und Geschlecht sowohl für den gesamten Geschäftsbereich als auch für die Behörde und die nachgeordneten Einrichtungen getrennt. Zusätzlich erfragt sie die Aufteilung in Kurzzeit-, längere und Langzeiterkrankungen.
Personalentwicklung und Kosten im Fokus
Neben den Krankenständen erkundigt sich die AfD auch nach der Entwicklung der Personalzahlen und -kosten im BKM-Bereich. Die Fraktion fragt nach den zusätzlichen Kosten für Vertretungen bei Krankheitsfällen. Ebenso nach der Entwicklung der Personalkosten insgesamt. Diese Daten sollen Aufschluss über die Effizienz der Kulturverwaltung und die Auswirkungen für den Bundeshaushalt geben.
Die AfD fragt auch nach den Maßnahmen, die das BKM zur Verbesserung des Gesundheitszustands seiner Beschäftigten ergriffen hat. Die Fraktion erkundigt sich, ob Untersuchungen zur Arbeitsethik, zum Pflichtgefühl und zur Motivation der Mitarbeiter durchgeführt worden sind und zu welchen Ergebnissen diese geführt haben.
Auffällig sind die Krankenstände in der Kulturverwaltung, da dort im Vergleich zu anderen Bereichen der Bundesverwaltung überwiegend Bürotätigkeiten ausgeübt werden. Beim Bundesverteidigungsministerium können körperlich belastende Tätigkeiten die höheren Fehlzeiten erklären. Beim BKM ist dies nicht der Fall.
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Betroffen sind die Beschäftigten der Behörde des Beauftragten für Kultur und Medien sowie der nachgeordneten Einrichtungen wie dem Bundesarchiv und der Kunstverwaltung des Bundes. Indirekt betroffen sind Steuerzahler durch mögliche Mehrkosten für Vertretungen.
Die Bundesregierung hat 21 Tage Zeit, um die Anfrage zu beantworten. Die Antwort wird voraussichtlich bis zum 26. Juni 2026 vorliegen.
- BKM
- Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien – zuständig für die Kulturpolitik des Bundes und Förderung von Kunst und Medien.
- Geschäftsbereich
- Umfasst die Behörde selbst sowie nachgeordnete Einrichtungen wie Bundesarchiv und Kunstverwaltung des Bundes.
Wie viele Krankheitstage hatte das BKM 2023?
27 Arbeitstage pro Beschäftigten im gesamten Geschäftsbereich – mehr als jede andere Bundesbehörde.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6273 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































