- 160.000 Euro Gesamtkosten für Ruanda-Initiative
- 150 Fahrer erfolgreich ausgebildet
- Projekt seit 2020 beendet
Moving Rwanda: 160.000 Euro für gescheiterte Mobilitätsinitiative
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6291 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Moving Rwanda war eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen dem BMZ, der ruandischen Regierung und deutschen Unternehmen wie Volkswagen, Siemens und SAP. Die Initiative war Teil der ‚Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika‘ und sollte Elektromobilität in Ruandas Hauptstadt Kigali fördern. Das Projekt wurde als Pilotvorhaben für nachhaltige urbane Mobilität in Afrika konzipiert.
- 160.000 Euro — Gesamtvolumen der Entwicklungspartnerschaft zwischen Deutschland und Ruanda
- 75.000 Euro — Deutscher Finanzierungsanteil aus dem BMZ-Haushalt
- 14 Monate — Laufzeit von November 2018 bis Dezember 2019
- 150 Fahrer — Erfolgreiche Ausbildungen für Elektrofahrzeuge abgeschlossen
Im Detail
Das Training war auf die erfolgreiche Ausbildung von 150 Fahrerinnen und Fahrern ausgelegt. Diese Zielgröße wurde erreicht.
— Bundesregierung BT-Drs. 21/6291
Das deutsch-ruandische Mobilitätsprojekt ‚Moving Rwanda‘ kostete insgesamt 160.000 Euro und lief 14 Monate. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage hervor. Die Initiative zur Förderung von Elektromobilität in Ruandas Hauptstadt Kigali wurde 2020 eingestellt.
Der deutsche Anteil hat sich auf 75.000 Euro aus dem BMZ-Haushalt belaufen. Das Geld ist in verschiedene Bereiche geflossen: 50.000 Euro für externe Trainings in Ruanda, daneben 20.000 Euro für lokale Fördermaßnahmen. Hinzu kommen 4.000 Euro für Reisekosten. Weitere 1.000 Euro wurden für Trainingsmaterialien verwendet.
Was war Moving Rwanda?
Moving Rwanda war eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der ruandischen Regierung und deutschen Unternehmen wie Volkswagen, Siemens und SAP. Die Initiative startete im März 2018. Sie war Teil der ‚Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika‘.
Das Kernziel hat darin bestanden, 150 Fahrerinnen und Fahrer für den Umgang mit Elektrofahrzeugen auszubilden. Diese Zielmarke wurde erreicht, so die Bundesregierung. Weitere Ergebnisse waren der Einsatz der ersten Elektro-Autos und Ladestationen in Kigali sowie eine Marktanalyse zur Digitalisierung des ruandischen Transport- und Logistiksektors.
Was gilt aktuell?
Die Initiative ist seit 2020 beendet. Der Bundesregierung liegen keine aktuellen Informationen über den Status der Elektrofahrzeugflotte vor, heißt es in der Antwort. Auch über weitere Ausbaupläne oder bestehende Verträge zwischen der ruandischen Regierung und deutschen Unternehmen weiß man nichts. Über Risiken oder Herausforderungen des Projekts ist der Regierung ebenfalls nichts bekannt.
Erfahrungen für andere Projekte
Die Lernerfahrungen aus Moving Rwanda sind in die Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung eingeflossen, die heute als Globalvorhaben ‚Gute Beschäftigung für sozialgerechten Wandel‘ firmiert. Dabei handelt es sich vor allem um Erkenntnisse zur methodischen Planung. Auch Erfahrungen zur Projektführung mit deutschen und europäischen Unternehmen in Afrika wurden berücksichtigt.
Eine Kosten-Nutzen-Analyse liegt der Bundesregierung nicht vor. Stattdessen wird die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Rahmen der politischen Steuerung auf Basis von Monitoringdaten überprüft. Auch der Dialog mit Wirtschaftsakteuren spielt dabei eine Rolle.
Das BMZ plant weiterhin die verstärkte Einbindung deutscher Unternehmen in entwicklungspolitische Vorhaben. Dies soll allerdings flexibel geschehen – je nach länder-, handels- und investitionsspezifischen Gelegenheiten.
Weiterlesen:
- Regierung agiert bei Verwendungsnachweisen zu Entwicklungshilfeprojekten chaotisch
- Infrastruktur-Debatte: Milliardenkosten für marode Brücken und Bahnsicherheit
Betroffen waren vor allem 150 ruandische Fahrer, die für den Umgang mit Elektrofahrzeugen geschult wurden. Indirekt profitierten Bewohner von Kigali durch erste Elektrofahrzeuge und Ladestationen in der Stadt.
Die Bundesregierung hat alle Fragen vollständig beantwortet und detaillierte Kostenaufschlüsselungen sowie Projektdetails vorgelegt. Keine Ausweichmanöver erkennbar.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 03.06.2026) Entwicklungsprojekt Moving Rwanda – Kostenaufschlüsselung und Erfolgsbilanzen →
- BMZ
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – zuständig für deutsche Entwicklungshilfe.
- GIZ
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit – Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
- NEPAD
- New Partnership for Africa's Development – afrikanische Initiative für Wirtschaftsentwicklung und gute Regierungsführung.
Wie lange lief das Moving Rwanda-Projekt?
Die Initiative lief von November 2018 bis Dezember 2019, also nur 14 Monate.
Was kostete das Projekt insgesamt?
Die Gesamtkosten beliefen sich auf 160.000 Euro, wovon Deutschland 75.000 Euro beitrug.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6291 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.







































































