Noch nicht beantwortet
AfD fragt nach Work-and-Stay-Agentur für Fachkräftezuwanderung
Hintergrund
Das Bundeskabinett hat am 5. November 2025 Eckpunkte zum Aufbau einer Work-and-Stay-Agentur für Fachkräfteeinwanderung beschlossen. Die Agentur ist Teil der Modernisierungsagenda der Bundesregierung und setzt einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD um. Sie soll bestehende Prozesse optimieren und digitalisieren, um Fachkräften aus Drittstaaten die Einreise zu erleichtern.
Die AfD-Fraktion fragt die Bundesregierung nach detaillierten Informationen zur geplanten Work-and-Stay-Agentur. In ihrer Kleinen Anfrage vom 27. Januar 2026 (BT-Drs. 21/3805) stellt sie 14 Fragen zu Aufbau, Organisation und Funktionsweise der neuen Behörde.
Zentralisierung der Fachkräfteeinwanderung
Das Bundeskabinett hat am 5. November 2025 Eckpunkte zum Aufbau der Work-and-Stay-Agentur beschlossen. Fachkräften aus Drittstaaten soll die Agentur die Einreise nach Deutschland erleichtern. Dies ist bemerkenswert, da die Bundesregierung damit erstmals alle einschlägigen Verfahren in einer zentralen Stelle bündeln will. Deutsche Arbeitgeber werden bei der internationalen Fachkräftegewinnung unterstützt. Die Agentur ist Teil der Modernisierungsagenda der Bundesregierung. Sie setzt einen Koalitionsauftrag von CDU, CSU und SPD um.
Nach den Aktivitäten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Jahr 2025 fragten die AfD-Abgeordneten um René Springer konkret. Der geplante Starttermin der Agentur interessiert sie außerdem. Besonders kritisch wird die Integration der 550 kommunalen Ausländerbehörden in das neue System hinterfragt.
Die Work-and-Stay-Agentur soll wie ein One-Stop-Shop funktionieren: Alle Verfahren für einwanderungswillige Fachkräfte an einer Stelle bündeln.
Komplexe Behördenlandschaft
Die Komplexität des deutschen Verwaltungssystems zeigt die Anfrage auf. Nach der Einbindung verschiedener Akteure fragt die AfD. Das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten gehört dazu. Auch die Bundesagentur für Arbeit und die Anerkennungsstellen sind betroffen. Hintergrund ist der föderale Aufbau der deutschen Verwaltung, der eine einheitliche Lösung erschwert. Besonders kritisch wird die Vereinbarkeit einer bundesweiten Standardisierung mit den Handlungsspielräumen der Länder und Kommunen hinterfragt.
Auf der IT-Entwicklung liegt ein weiterer Schwerpunkt. Die Fraktion erkundigt sich nach der Anzahl der Ausschreibungen für IT-Dienstleistungen. Nach Maßnahmen gegen Fehlentwicklungen fragt sie auch. Die lange Wartezeit auf deutsche Visa beschäftigt die Abgeordneten ebenfalls – deren Auswirkungen auf die Wirtschaft sind Thema der Anfrage.
Betroffen sind Fachkräfte aus Drittstaaten, die nach Deutschland einwandern möchten, deutsche Unternehmen auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sowie die 550 kommunalen Ausländerbehörden und weitere Verwaltungsstrukturen wie das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten und die Bundesagentur für Arbeit.
Die Bundesregierung muss die 14 Fragen der AfD-Fraktion innerhalb der üblichen Frist beantworten. Die Antwort wird voraussichtlich Details zu Zeitplänen, Organisationsstrukturen und IT-Entwicklung der Work-and-Stay-Agentur enthalten. Parallel läuft der Aufbauprozess der Agentur weiter.
- Work-and-Stay-Agentur
- Geplante Bundesbehörde, die Einwanderungsverfahren für Fachkräfte aus Drittstaaten vereinfachen und digitalisieren soll.
- Drittstaaten
- Länder außerhalb der Europäischen Union, aus denen Fachkräfte nach Deutschland kommen möchten.
- Ausländerbehörden
- Kommunale Behörden, die für Aufenthaltserlaubnisse und andere ausländerrechtliche Verfahren zuständig sind.























































