Noch nicht beantwortet
- AfD fragt nach Erfassung von Kulturjury-Mitgliedern
- Hintergrund: Streichung von Buchläden wegen Extremismusverdachts
- Systematische Überprüfung aller Kulturförderungs-Jurys
Kulturjurys: AfD hinterfragt Erfassung von Jurymitgliedern
Hintergrund
Der Kulturstaatsminister Dr. Wolfram Weimer hat laut einem Spiegel-Bericht eine systematische Erfassung aller Jurymitglieder im Bereich der Kulturförderung angeordnet. Dies geschah nach der Streichung mehrerer Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis 2025 wegen Extremismusverdachts. Die Bestandsaufnahme soll detaillierte Angaben enthalten, darunter auch die Amtszeiten der Jurys.
Die Überprüfung erfolgt vor dem Hintergrund der Streichung mehrerer linker Buchläden von der Auszeichnung zum Deutschen Buchhandlungspreis 2025 wegen Extremismusverdachts.
— Begründung BT-Drs. 21/6037
Die AfD-Fraktion stellt mit ihrer Kleinen Anfrage vom 7. Mai 2026 Fragen zur systematischen Erfassung von Jurymitgliedern im Kulturbereich durch Kulturstaatsminister Dr. Wolfram Weimer. Die Drucksache 21/6037 bezieht sich auf einen Spiegel-Bericht, wonach alle Mitglieder von Kulturförderungs-Jurys in Listen erfasst werden.
Extremismusverdacht als Auslöser
Auslöser war die Streichung mehrerer linker Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis 2025 wegen Extremismusverdachts gewesen. Dies ist bemerkenswert, da solche nachgelagerten Überprüfungen etablierter Jurysysteme eher selten sind. Die angeordnete Bestandsaufnahme enthält detaillierte Angaben. Darunter fallen auch die Amtszeiten der Jurys.
Kurz erklärt: Der Kulturminister lässt alle Jurys überprüfen, die über staatliche Kulturförderung entscheiden – die AfD fragt nach den Details dieser Überprüfung.
Die AfD richtet vier konkrete Fragen an die Bundesregierung. Sie fordert eine vollständige Auflistung der abgefragten Informationen sowie Details zum Rücklauf und zu möglichen Lücken. Außerdem fragt die Fraktion, ob die Bundesregierung die Informationen bereits bewertet hat. Zu welchen Erkenntnissen sie gelangt ist.
Die systematische Datenerfassung von Personen in staatlichen Bereichen führt regelmäßig zu politischen Diskussionen. Hintergrund ist das Spannungsfeld zwischen Transparenz und Datenschutz bei staatlichen Förderstrukturen. Ähnlich wie bei anderen Anfragen zu staatlichen Förderstrukturen strebt die AfD Transparenz über die Auswahlkriterien und Überprüfungsverfahren an.
Die Bundesregierung muss die Anfrage bis zum 28. Mai 2026 beantworten. Dann zeigt sich, welche Informationen tatsächlich erhoben wurden und wie diese bewertet werden.
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Betroffen sind alle Jurymitglieder, die über Kulturförderungen und -preise entscheiden, sowie Kultureinrichtungen wie Buchläden, die sich um staatliche Auszeichnungen bewerben. Auch Kulturschaffende, die von diesen Förderentscheidungen abhängig sind, könnten indirekt betroffen sein.
Die Bundesregierung muss die Kleine Anfrage bis zum 28. Mai 2026 beantworten. Die AfD will konkrete Details zu den abgefragten Informationen, dem Rücklauf und einer möglichen Bewertung durch die Regierung erfahren.
- Kulturstaatsminister
- Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, zuständig für die Kulturpolitik des Bundes.
- Deutscher Buchhandlungspreis
- Staatliche Auszeichnung für besondere Leistungen von Buchhandlungen in Deutschland.
Was ist der Deutsche Buchhandlungspreis?
Eine staatliche Auszeichnung für Buchhandlungen, die vom Kulturstaatsminister vergeben wird.
Warum werden Jurymitglieder erfasst?
Laut Spiegel-Bericht soll eine systematische Bestandsaufnahme aller Jurys erfolgen, auch mit Angaben zu Amtszeiten.























































