Antwort der Bundesregierung …
Linke fragt nach deutschen Verbindungen zum Epstein-Netzwerk
Hintergrund
Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium über 3 Millionen Seiten Dokumente zum Epstein-Fall. Die Veröffentlichung erfolgte aufgrund des Epstein Files Transparency Act von November 2025. Jeffrey Epstein war 2008 wegen Missbrauchs einer Minderjährigen verurteilt worden und starb 2019 in Haft. Die Dokumente enthalten laut Medienberichten Hinweise auf erhebliche deutsche Verbindungen zum Epstein-Netzwerk.
Die Fraktion Die Linke stellt der Bundesregierung 37 Fragen zu den deutschen Verbindungen zum Epstein-Netzwerk. Die Kleine Anfrage (BT-Drs. 21/5008) vom 26. März 2026 zielt darauf ab, den Kenntnisstand deutscher Behörden über Jeffrey Epstein und sein Netzwerk zu ermitteln.
Deutsche Bank im Fokus
Im Zentrum der Anfrage steht die Rolle der Deutschen Bank. Diese hat 2013 eine Geschäftsbeziehung mit Epstein eröffnet und über 40 Konten für ihn geführt – obwohl Epstein bereits 2008 als Sexualstraftäter verurteilt worden ist. Die USA belegten die Bank mit 150 Millionen Dollar Strafe. Deutsche Sanktionen sind ausgeblieben. Dies ist bemerkenswert, da die BaFin grundsätzlich bei Verstößen gegen Sorgfaltspflichten eingreift. Die Abgeordneten fragen deshalb, warum keine Maßnahmen erfolgten.
Hintergrund ist die Veröffentlichung von über 3 Millionen Seiten Dokumenten durch das US-Justizministerium am 30. Januar 2026. Diese Transparenz-Initiative brachte auch deutsche Verbindungen zum Epstein-Netzwerk ans Licht.
Weitere deutsche Verbindungen
Neben der Deutschen Bank erwähnt die Anfrage weitere deutsche Bezüge. Der deutsche KI-Forscher Joscha Bach hat zwischen 2013 und 2019 finanzielle Unterstützung von Epstein für seine Arbeit am MIT und Harvard erhalten. Ghislaine Maxwell, Epsteins langjährige Vertraute, verfügt laut Medienberichten über einen deutschen Presseausweis von 2015.
Die Linke fragt nach Erkenntnissen von BND, BKA und anderen deutschen Behörden über Epstein. Ob diese Informationen an die Finanzaufsicht weitergeleitet worden sind, bleibt unklar. Zudem will sie wissen, wie viele deutsche Staatsangehörige Betroffene von Epsteins Netzwerk wurden und welche Unterstützung sie erhielten.
Betroffen sind deutsche Staatsangehörige, die möglicherweise Opfer des Epstein-Netzwerks wurden, sowie deutsche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank. Auch deutsche Forscher wie der KI-Forscher Joscha Bach, der finanzielle Unterstützung von Epstein erhielt, stehen im Fokus der Anfrage.
Die Bundesregierung hat nun Zeit, die 37 Fragen der Linken zu beantworten. Die Antwort wird Aufschluss darüber geben, welche Kenntnisse deutsche Behörden über das Epstein-Netzwerk hatten und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Besonders spannend wird die Stellungnahme zur Rolle der Deutschen Bank.
- BaFin
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die deutsche Finanzaufsichtsbehörde
- FIU
- Financial Intelligence Unit, die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen beim Zoll























































