Empfehlung liegt vor
- KFOR-Einsatz wird bis Juni 2027 verlängert
- Bis zu 400 deutsche Soldaten bleiben
- Sicherheitslage im Kosovo weiterhin fragil
KFOR-Einsatz: Bundestag verlängert Kosovo-Mission bis 2027
Hintergrund
Die KFOR-Mission besteht seit 1999 und soll die Sicherheit im Kosovo gewährleisten. Nach gewaltsamen Zwischenfällen im Jahr 2023 hat sich die Lage zwar stabilisiert, aber Spannungen zwischen Kosovo und Serbien bestehen weiter. Die kosovarische Regierung geht gegen serbische Parallelstrukturen vor, was von Serbien als Provokation wahrgenommen wird.
Angesichts des laut Bundesregierung weiterhin bestehenden kurzfristigen Konflikt- und Eskalationspotenzials bleibe eine handlungsfähige KFOR unverändert notwendig.
— Antrag der Bundesregierung BT-Drs. 21/5513
Der Auswärtige Ausschuss des Bundestages hat am 20. Mai 2026 die Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der KFOR-Mission im Kosovo empfohlen. Die Beschlussempfehlung (BT-Drs. 21/6054) folgt dem Antrag der Bundesregierung. Bis zu 400 deutsche Soldaten sollen bis zum 30. Juni 2027 in der Region verbleiben.
Die Sicherheitslage im Norden Kosovos hat sich nach den gewaltsamen Zwischenfällen von 2023 wieder stabilisiert, gab die Bundesregierung an. Dennoch besteht weiterhin ein kurzfristiges Konflikt- und Eskalationspotenzial. Dies ist bemerkenswert, da die kosovarischen Sicherheitskräfte derzeit in reguläre Streitkräfte transformiert werden – ein Prozess, den Serbien als sicherheitspolitisches Risiko bewertet.
Parlamentarische Abstimmung zur Verlängerung
Für die Verlängerung stimmten die Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. AfD und Die Linke votierten dagegen. Diese parlamentarische Konstellation zeigt sich auch bei anderen sicherheitspolitischen Entscheidungen.
Die KFOR-Mission soll verhindern, dass die ethnischen Spannungen zwischen Kosovaren und Serben wieder in Gewalt umschlagen.
Durch die Beteiligung an KFOR ist Deutschland in der Region Westbalkan präsent, argumentiert die Bundesregierung. Hintergrund ist die Einschätzung, dass dies für deutsche Sicherheitsinteressen von Relevanz ist. Die Mission unterstützt im Bedarfsfall sowohl die kosovarischen Sicherheitskräfte als auch die EU-Rechtstaatlichkeitsmission EULEX.
Weiterlesen:
Betroffen sind die bis zu 400 deutschen Soldaten, die im Kosovo stationiert werden, sowie die Bevölkerung in der Krisenregion, insbesondere im Norden Kosovos, wo ethnische Spannungen bestehen.
Der Antrag der Bundesregierung (BT-Drs. 21/5513) wurde vom Auswärtigen Ausschuss positiv beschieden. Als nächster Schritt steht die Abstimmung im Bundestag an. Der Haushaltsausschuss wird separat zu den Kosten Stellung nehmen.
- KFOR
- Kosovo Force – internationale Sicherheitstruppe unter NATO-Führung zur Friedenssicherung im Kosovo seit 1999.
- EULEX
- European Union Rule of Law Mission – EU-Rechtstaatlichkeitsmission zur Unterstützung des Justizwesens im Kosovo.
Wie viele deutsche Soldaten bleiben im Kosovo?
Bis zu 400 deutsche Soldaten können an der KFOR-Mission teilnehmen.
Bis wann läuft der Einsatz?
Die Verlängerung ist bis zum 30. Juni 2027 geplant.























































