Beantwortet
AfD fordert 75 Mio. Euro für nationalen Familienförderplan
Die AfD-Fraktion hat einen Antrag für einen nationalen Aktionsplan zur Familienförderung vorgelegt. Die Drucksache 21/5758 vom 5. Mai 2026 fordert die Bundesregierung auf, ein Programm mit einem Jahresbudget von 75 Millionen Euro zu entwickeln.
Traditionelle Familie im Fokus
Der Antrag sieht die „traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern“ als „Keimzelle des Gemeinwesens“ vor. Mehrkindfamilien sollen nach dem Willen der AfD besonders gestärkt werden. Diese werden unter Diskriminierung leiden. Eine Kampagne soll für ein positives Familienbild werben.
Die AfD will, dass der Staat aktiv dafür wirbt, dass Menschen Kinder bekommen – besonders mehrere Kinder pro Familie.
Das Bundesministerium für Familie soll den Aktionsplan koordinieren, die Entwicklung erfolgt jedoch ressortübergreifend. Dies ist bemerkenswert, da alle Gesetze künftig auf ihre Familienfreundlichkeit geprüft werden müssen – insbesondere im Sozial-, Steuer- und Bildungsrecht.
Flexiblere Arbeitszeiten geplant
Neue Arbeitszeitmodelle bilden einen zentralen Baustein. Arbeitgeber, die besonders viele Mütter und Väter beschäftigen, sollten gestärkt werden. Die Bundesregierung soll ein Gesetz für flexiblere Arbeitszeiten vorlegen, „besondere Anreize“ sollen die Umsetzung fördern.
Darüber hinaus plant die AfD kommunale Beratungsangebote. Ehrenamtliche Unterstützung für Familien ist vorgesehen. Eine bundesweite „Familienkarte“ soll Vergünstigungen in Kultur, Mobilität und Konsum bieten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Geburtenrate in Deutschland zu erhöhen.
In der Begründung verweist die AfD auf sinkende Geburtenzahlen. Hintergrund ist, dass 2025 nur 654.300 Kinder geboren wurden – der niedrigste Wert seit 1946. Die Partei spricht von einer „demographischen Katastrophe“. Die aktuelle Familienpolitik kritisiert sie als unzureichend.























































