Illegale Einreisen 2025: AfD erfragt 62.950 Personen
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5882 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die AfD-Fraktion führt regelmäßige Anfragen zu illegalen Einreisen durch, um die aktuellen Migrationszahlen zu dokumentieren. Diese Anfrage knüpft an die vorherige Drucksache 21/191 an, die Daten für 2024 abfragte. Die Bundesregierung nutzt für ihre Antworten die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei, die sich durch Nacherfassungen noch ändern kann.
Die AfD-Fraktion hat von der Bundesregierung aktuelle Zahlen zu unerlaubten Einreisen nach Deutschland erhalten. Laut Drucksache 21/5882 vom 8. Mai 2026 sind im Jahr 2025 insgesamt 62.950 Personen unerlaubt in die Bundesrepublik eingereist.
Die Statistik der Bundespolizei zeigt eine klare Verteilung nach Herkunftsländern. Ukrainische Staatsangehörige stellen demnach mit 7.094 Personen den größten Anteil dar, was 11,3 Prozent entspricht. Dies ist bemerkenswert, da ukrainische Staatsangehörige aufgrund des Krieges eigentlich anderen rechtlichen Regelungen unterliegen. Afghanen folgen mit 5.188 Personen (8,2%), Syrer mit 4.910 Personen (7,8%). Weitere häufige Nationalitäten sind türkische Staatsangehörige mit 4.719 Personen gewesen, gefolgt von algerischen (3.188) und indischen (2.121) Staatsangehörigen.
Parallel dazu haben die deutschen Behörden 22.787 Abschiebungen durchgeführt. Die meisten Abschiebungen sind im März erfolgt (2.278). Im Dezember hingegen wurden nur 1.477 verzeichnet. 134 Abschiebungen scheiterten aus medizinischen Gründen, davon 62 bei türkischen Staatsangehörigen.
Die Zahlen zeigen: Von etwa 63.000 unerlaubten Einreisen wurden rund 23.000 Personen wieder abgeschoben.
In bestimmten Fällen mussten Abschiebungen aufgrund von Suizidgefahr oder Selbstverletzung abgebrochen werden. 19 Mal ist dies im Jahr 2025 geschehen. Hintergrund ist, dass medizinische Notfallsituationen rechtlich einen sofortigen Abbruch erfordern. Türkische Staatsangehörige sind mit vier Fällen am häufigsten betroffen gewesen, iranische und chinesische jeweils mit zwei Fällen.
Laut Ausländerzentralregister sind zum 31. Dezember 2025 insgesamt 232.067 Personen ausreisepflichtig gewesen. Diese Zahl stieg bis zum 31. März 2026 auf 237.588. Deutschland verfügt über 810 Abschiebehaftplätze.
Weiterlesen: Mehr zu Migrationszahlen finden Sie in unseren Beiträgen über Sozialleistungen für türkische Familien und Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität.
Betroffen sind Personen aus verschiedenen Herkunftsländern, die ohne gültige Papiere nach Deutschland eingereist sind, sowie die deutschen Behörden, die Abschiebungen durchführen. Besonders viele Fälle betreffen ukrainische, afghanische und syrische Staatsangehörige.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 08.05.2026)
- Polizeiliche Eingangsstatistik (PES)
- Statistik der Bundespolizei, die alle unerlaubten Einreisen erfasst, die von den Behörden festgestellt werden.
- Ausreisepflichtig
- Personen, die Deutschland verlassen müssen, weil ihr Aufenthalt nicht mehr rechtmäßig ist.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/5882 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
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