- 6.740 Personen in der Datei Gewalttäter Sport erfasst
- Keine Datenübermittlung zur WM 2026 erfolgt
- Nordrhein-Westfalen führt mit 3.398 Einträgen
Datei Gewalttäter Sport: 6.740 Personen erfasst
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6191 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die Datei ‚Gewalttäter Sport‘ ist eine polizeiliche Verbunddatei, in der Personen erfasst werden, die im Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen sind. Das Bundesverfassungsgericht hat 2024 die Datei für teilweise verfassungswidrig erklärt. Im Vorfeld der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stellte sich die Frage nach einer möglichen Datenübermittlung an die Gastgeberländer.
- 6.740 Personen — Gesamtzahl der in der Datei Gewalttäter Sport erfassten Personen bundesweit
- 3.398 Personen — Einträge aus Nordrhein-Westfalen, über 50% aller Fälle
- 2.599 Personen — Einträge mit digitalem Bildmaterial verknüpft
- 1.180 Personen — Löschungen in den letzten zwölf Monaten, davon 915 wegen Fristablauf
Im Detail
Es sind keine Daten durch die Bundespolizei oder andere Behörden an Ausrichterstaaten der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 übermittelt worden.
— Antwort der Bundesregierung BT-Drs. 21/6191
In der polizeilichen Datei ‚Gewalttäter Sport‘ sind derzeit 6.740 Personen erfasst. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor (BT-Drs. 21/6191 vom 27. Mai 2026). Zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wurden keine personenbezogenen Daten an die Gastgeberländer übermittelt.
Nordrhein-Westfalen führt die Statistik an
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Mit 3.398 erfassten Personen führt Nordrhein-Westfalen die Statistik an – das sind über 50 Prozent aller bundesweiten Einträge. Sachsen folgt mit 660 Personen. Baden-Württemberg weist 373 Personen auf. Zu 2.599 der erfassten Personen sind digitale Bilder gespeichert, so die Bundesregierung.
Die Datei erfasst nicht nur Gewalttäter, sondern bereits Personen nach einfachen Personalienfeststellungen bei Fußballspielen. 2024 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Datei für teilweise verfassungswidrig. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 1.180 Personeneinträge gelöscht. Davon 915 wegen Fristablauf.
Keine Datenübermittlung zur WM 2026
Trotz der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika hat Deutschland keine Daten aus der Gewalttäter-Datei an die USA, Kanada oder Mexiko übermittelt. Die Bundesregierung stellt fest: ‚Es sind keine Daten durch die Bundespolizei oder andere Behörden an Ausrichterstaaten der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 übermittelt worden.‘
Sechs Gefährderansprachen wurden im Kontext des Turniergeschehens durchgeführt. Deutsche Polizeikräfte sollen bei Bedarf als Verbindungsbeamte in Toronto und Philadelphia eingesetzt werden. Das entspricht der üblichen Praxis bei internationalen Sportereignissen.
Was gilt aktuell?
Die Datei ‚Gewalttäter Sport‘ ist eine polizeiliche Verbunddatei der deutschen Sicherheitsbehörden. Personen werden nicht automatisch über ihre Erfassung informiert. Von 2022 bis 2026 haben jährlich zwischen 1.300 und 2.000 Privatpersonen Auskunftsersuchen über ihre mögliche Speicherung gestellt. Eine detaillierte statistische Erfassung von Löschungsanträgen erfolgt jedoch nicht.
Für deutsche WM-Reisende hat die Bundesregierung spezielle Informationen bereitgestellt. Sie warnt aber nicht ausdrücklich vor Risiken für bestimmte Personengruppen. Die regulären Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts gelten weiterhin.
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Betroffen sind die 6.740 in der Datei erfassten Personen sowie deutsche Fußballfans, die zur WM 2026 reisen wollen. Queere Menschen, Schwarze, Indigene und People of Color (BIPoC) haben laut den Fragestellern besondere Sicherheitsbedenken.
Die Bundesregierung hat fast alle Fragen vollständig beantwortet. Lediglich bei der Aufschlüsselung nach Vereinszugehörigkeit wurde auf Staatsschutzgründe verwiesen und eine Verschlusssache erstellt.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 27.05.2026)
- Datei Gewalttäter Sport (DGS)
- Polizeiliche Verbunddatei zur Erfassung von Personen, die bei Fußballspielen aufgefallen sind. Bereits eine Personalienfeststellung kann zur Aufnahme führen.
- NFIP
- National Football Information Point – nationale Informationsstelle für Fußball-Sicherheit beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW.
Was ist die Datei 'Gewalttäter Sport'?
Eine polizeiliche Verbunddatei mit 6.740 Personen, die bei Fußballspielen auffällig wurden – nicht nur Gewalttäter, sondern bereits bei Personalienfeststellungen.
Wurden Daten zur WM 2026 übermittelt?
Nein, es wurden keine personenbezogenen Daten aus der Datei an die USA, Kanada oder Mexiko übermittelt.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6191 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































