Antwort der Bundesregierung …
AfD fragt nach Kosten für Dolmetscher im Innenministerium
Hintergrund
Die Kosten für Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen in Bundesbehörden sind seit der Migrationskrise 2015 stark angestiegen. Allein die Bundespolizei gab 2023 bereits 82,9 Millionen Euro für Sprachmittler aus. Parallel dazu entwickeln sich KI-Übersetzungssysteme rasant weiter und ermöglichen laut einer Nature-Studie inzwischen Übersetzungen in bis zu 100 Sprachen, auch bei anspruchsvollen lokalen Dialekten.
Die AfD-Fraktion fordert von der Bundesregierung detaillierte Angaben zu den Kosten für Dolmetscher und Sprachmittler im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. In ihrer Kleinen Anfrage (BT-Drs. 21/5261) vom 13. April 2026 stellten die Abgeordneten Jörg Zirwes, Sascha Lensing und Dr. Daniel Zerbin acht Fragen zu den Ausgaben und möglichen Einsparpotentialen durch KI-Systeme.
Konkret will die AfD wissen, wie sich die Gesamtkosten von 2014 bis 2026 entwickelt haben. Zudem fragt sie nach der Verteilung auf nachgeordnete Behörden wie BAMF, Bundespolizei, BKA und Verfassungsschutz. Als Referenzwert nennen die Fragesteller die bereits bekannten Kosten der Bundespolizei von 82,9 Millionen Euro allein für das Jahr 2023. Dies ist bemerkenswert, da diese Summe nur eine von mehreren Behörden im BMI-Geschäftsbereich betrifft.
KI als Kostenspar-Alternative
Den Schwerpunkt bildet die Frage nach dem Einsatz Künstlicher Intelligenz als Alternative zu menschlichen Dolmetschern. Die AfD argumentiert, dass die Privatwirtschaft bereits „weitreichende Kosteneinsparungen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz“ realisiert hat. Behörden setzen dagegen noch auf „analoge und kostenintensive Lösungen“.
Die AfD fragt, ob Computer-Übersetzungen die teuren menschlichen Dolmetscher teilweise ersetzen können – besonders bei Routinearbeiten wie der Telekommunikationsüberwachung.
Dabei beruft sich die Fraktion auf eine aktuelle Nature-Studie. Diese belegt, dass KI-Systeme inzwischen Übersetzungen in bis zu 100 Sprachen beherrschen – auch bei „anspruchsvollen lokalen Dialekten“. Die AfD fragt nach bereits existierenden Pilotprojekten. Außerdem will sie das prognostizierte Einsparpotential durch flächendeckende KI-Einführung erfahren.
Ein weiterer Fokus liegt auf den rechtlichen Rahmenbedingungen. Hintergrund ist die Frage nach sensiblen Einsatzbereichen: Die Fraktion will wissen, unter welchen datenschutz- und sicherheitsrechtlichen Voraussetzungen KI-Systeme im Verfassungsschutz eingesetzt werden können, ohne gegen DSGVO oder Bundesdatenschutzgesetz zu verstoßen.
Betroffen sind alle Bundesbehörden im BMI-Geschäftsbereich wie Bundespolizei, BAMF, BKA und Verfassungsschutz sowie die Steuerzahler, die diese Kosten tragen.
Die Bundesregierung muss die acht Fragen innerhalb der üblichen Frist beantworten. Dabei geht es um konkrete Kostenzahlen seit 2014, Honorarsätze und mögliche KI-Pilotprojekte in den Behörden.
- StPO-Maßnahmen
- Maßnahmen nach der Strafprozessordnung, bei denen Übersetzungen für Ermittlungsverfahren benötigt werden.
- DSGVO
- Datenschutz-Grundverordnung der EU, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt.























































