Antwort der Bundesregierung …
AfD fragt nach Rohstoffkompetenzzentren im Ausland
Hintergrund
Die Bundesregierung hat eine Rohstoffstrategie beschlossen, um die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit kritischen Rohstoffen zu sichern. Als Teil dieser Strategie werden Rohstoffkompetenzzentren an deutschen Außenhandelskammern in rohstoffreichen Ländern gefördert. Diese Zentren sollen deutsche Unternehmen bei der Rohstoffsicherung und beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen unterstützen.
Die AfD-Fraktion will von der Bundesregierung detaillierte Informationen über die deutschen Rohstoffkompetenzzentren im Ausland. In ihrer Kleinen Anfrage vom 7. April 2026 (BT-Drs. 21/5210) stellt sie acht umfangreiche Fragen zur Finanzierung, zum Erfolg und zu den Plänen für diese Einrichtungen.
Zentren in sieben Ländern aktiv
Die Rohstoffkompetenzzentren sind Teil der deutschen Rohstoffstrategie. Sie werden an Außenhandelskammern unterhalten. Laut der Anfrage existieren solche Zentren bereits in Chile, Kanada, Australien, Brasilien, Peru, Ghana und China – eine bemerkenswerte geografische Streuung, die wichtige rohstoffreiche Regionen abdeckt. Die Zentren beraten sowohl deutsche als auch ortsansässige Unternehmen bei Fragen der Bergbau- und Rohstoffwirtschaft. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Rohstoffsicherung und helfen bei der Kooperationsanbahnung.
Die Zentren fungieren als Vermittler zwischen deutschen Unternehmen und rohstoffreichen Ländern, um die Versorgung mit kritischen Materialien zu sichern.
Detailfragen zu Kosten und Nutzen
Die AfD fragt, welche Institutionen genau gefördert werden. Dies betrifft den finanziellen Umfang seit 2019. Besonders interessant ist die Frage nach dem messbaren Erfolg: Welche Projekte sind durchgeführt worden? Der Fraktion geht es auch um konkrete Zahlen zum Umsatz deutscher Unternehmen durch die Zentren. Wie bewertet die Bundesregierung den Mehrwert für die deutsche Volkswirtschaft?
Hintergrund ist offenbar die kritische Haltung der AfD zu Auslandsinvestments des Bundes. Zudem fragt die Fraktion nach weiteren geplanten Zentren und will über nicht-bundesgeförderte Einrichtungen mit ähnlichem Zweck informiert werden – beispielsweise von Bundesländern oder der EU getragene. Die Antwort der Bundesregierung wird Aufschluss über die Dimensionen und Erfolge dieser Rohstoffdiplomatie geben.
Betroffen sind deutsche Unternehmen, die auf Rohstoffimporte angewiesen sind, sowie die deutschen Außenhandelskammern in den jeweiligen Ländern. Indirekt betrifft dies die gesamte deutsche Volkswirtschaft durch die Rohstoffversorgung.
Die Bundesregierung muss die Kleine Anfrage innerhalb der üblichen Frist beantworten. Da es sich um eine umfangreiche Anfrage mit acht Einzelfragen handelt, wird eine detaillierte schriftliche Antwort mit konkreten Zahlen zu Finanzierung und Projekten erwartet.
- Rohstoffkompetenzzentrum
- Spezialisierte Beratungsstelle an deutschen Außenhandelskammern, die deutsche Unternehmen beim Rohstoffeinkauf und bei Kooperationen unterstützt.
- Außenhandelskammer
- Deutsche Handelskammer im Ausland, die deutsche Unternehmen bei Geschäften vor Ort berät und unterstützt.























































