Kleine Anfrage eingereicht
AfD fragt nach Verdreifachung der Kleinen Waffenscheine seit 2015
Hintergrund
Ein aktueller Bericht der Bild-Zeitung beschreibt einen dramatischen Anstieg der Kleinen Waffenscheine in Deutschland. Gleichzeitig zeigen Umfragen wie der ARD-Deutschlandtrend vom November 2025, dass sich etwa die Hälfte der Deutschen im öffentlichen Raum unsicher fühlt. Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit und kostet etwa 50 Euro.
Die AfD-Fraktion hat am 7. April 2026 eine Kleine Anfrage zur dramatischen Entwicklung der Kleinen Waffenscheine in Deutschland eingereicht (BT-Drs. 21/5208). Die Abgeordneten um Bastian Treuheit fordern von der Bundesregierung detaillierte Statistiken zur Verbreitung von Selbstverteidigungsmitteln seit 2015.
Verdreifachung der Waffenscheine
Bemerkenswert ist die Dimension der Entwicklung: Laut einem aktuellen Bericht der Bild-Zeitung haben sich die Kleinen Waffenscheine seit 2015 mehr als verdreifacht. Von rund 286.000 auf über 900.000 Erlaubnisse im Jahr 2025. Diese berechtigen zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit.
Die AfD sieht einen direkten Zusammenhang zu wachsenden Sicherheitsbedenken in der Bevölkerung. Hintergrund ist der ARD-Deutschlandtrend vom November 2025: Rund die Hälfte der Befragten fühlt sich demnach im öffentlichen Raum unsicher.
Ein Kleiner Waffenschein kostet etwa 50 Euro und erlaubt das Tragen von Pfefferspray, Schreckschusspistolen und Signalwaffen. Anders als beim großen Waffenschein ist keine Sachkundeprüfung erforderlich.
Umfassende Datenabfrage geplant
Die sechs Fragen der AfD-Abgeordneten zielen auf eine detaillierte Aufschlüsselung ab. Neben der jährlichen Entwicklung der Waffenscheine seit 2015 fragen sie auch nach demografischen Merkmalen der Inhaber. Ebenso interessiert sie die Verteilung nach Bundesländern sowie die Gründe von Widerrufen und Rücknahmen.
Zusätzlich fragt die Fraktion nach amtlichen Datenquellen zur Verbreitung erlaubnisfreier Selbstverteidigungsmittel und nach Studien zum subjektiven Sicherheitsgefühl. Die Bundesregierung hat nun vier Wochen Zeit für ihre Antwort.
Betroffen sind alle Bürger, die sich für einen Kleinen Waffenschein interessieren oder bereits einen besitzen. Die Anfrage zielt auch auf Menschen ab, die sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen und nach Selbstverteidigungsmöglichkeiten suchen.
Die Bundesregierung hat in der Regel vier Wochen Zeit, um auf die Kleine Anfrage zu antworten. Die Antwort wird als Bundestagsdrucksache veröffentlicht und enthält detaillierte Statistiken zu den angefragten Punkten, soweit diese verfügbar sind.
- Kleiner Waffenschein
- Erlaubnis zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit. Kostet etwa 50 Euro und erfordert eine Zuverlässigkeitsprüfung.
- Nationales Waffenregister
- Zentrale Datenbank, in der alle waffenrechtlichen Erlaubnisse und Waffen in Deutschland gespeichert werden.























































