Antwort der Bundesregierung …
Grüne fragen Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden Generalsanierung
Hintergrund
Die Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden ist eine wichtige Verbindung im deutschen Schienennetz. Generalsanierungen sind aufwendige Maßnahmen zur grundlegenden Erneuerung der Schieneninfrastruktur. Die Deutsche Bahn führt solche Projekte durch, um den Zustand der Gleise, Signale und anderen Anlagen zu verbessern und gleichzeitig die Kapazität zu erhöhen.
Die Grünen-Fraktion im Bundestag hat am 11. März 2026 eine umfangreiche Kleine Anfrage zur geplanten Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden eingereicht (Drucksache 21/4635). Die Abgeordneten Matthias Gastel, Tarek Al-Wazir, Victoria Broßart und Swantje Henrike Michaelsen forderten detaillierte Informationen zu dem für das zweite Halbjahr 2026 geplanten Großprojekt.
60 Fragen zu Kosten und Kapazitäten
Insgesamt 60 detaillierte Fragen umfasst die Anfrage. Diese betreffen verschiedene Aspekte der Generalsanierung. Nach den aktuellen Zustandsnoten der Infrastruktur fragten die Grünen ebenso wie nach den Gesamtkosten inklusive Risikopuffer. Besonders die Entwicklung der Kostenschätzungen seit Planungsbeginn interessiert sie. Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung und technische Verbesserungen stehen im Fokus.
Kleine und Mittlere Maßnahmen, die zusätzliche Kapazitäten schaffen sollen, bildeten einen Schwerpunkt. Dazu zählten Erhöhungen der Abzweiggeschwindigkeit von Weichen. Mögliche Optimierungen der Streckengeschwindigkeit sind ebenfalls Thema. Dies ist bemerkenswert, da Generalsanierungen oft nicht für Kapazitätserweiterungen genutzt werden, wie die Fraktion anmerkt.
Bei einer Generalsanierung wird die gesamte Bahninfrastruktur einer Strecke grundlegend erneuert – von den Gleisen über Signale bis zur Oberleitung. Das dauert meist mehrere Monate und erfordert oft Totalsperrungen.
Auswirkungen auf den Verkehr im Fokus
Welche Auswirkungen hat die Sanierung auf den alltäglichen Verkehr? Diese Frage steht im Zentrum weiterer Anfragepunkte. Ausweichstrecken für Fern-, Nah- und Güterverkehr interessierten die Grünen. Der geplante Schienenersatzverkehr mit Bussen ist ebenfalls Gegenstand der Anfrage. Wie viele reguläre Verbindungen gestrichen oder umgeleitet werden müssen, wollen sie wissen.
Hintergrund ist die Vorbereitung auf das moderne ETCS-Zugsicherungssystem und die Digitalisierung der Stellwerke – auch diese technischen Aspekte stehen im Mittelpunkt der Anfrage. Inwieweit bereitet die Sanierung auf künftige Technologien vor? Wird der Deutschlandtakt berücksichtigt? Solche Fragen muss die Bundesregierung nun beantworten.
Zu allen 60 Fragen muss die Bundesregierung Stellung nehmen. Detaillierte Informationen über das Milliardenprojekt sind zu liefern.
Betroffen sind Bahnreisende und Pendler zwischen Troisdorf und Wiesbaden sowie Güterverkehrsunternehmen, die diese Strecke nutzen. Während der Bauphase müssen sie mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr rechnen.
Die Bundesregierung muss die 60 detaillierten Fragen der Grünen-Fraktion beantworten. Eine Antwortfrist ist gesetzlich nicht festgelegt, üblich sind mehrere Wochen bis Monate je nach Komplexität der Anfrage.
- Generalsanierung
- Umfassende Erneuerung der Bahninfrastruktur mit Austausch von Gleisen, Signalen und anderen Anlagen
- ETCS
- European Train Control System – modernes Zugsicherungssystem für einheitliche Standards in Europa
- Kleine und Mittlere Maßnahmen
- Infrastrukturprojekte zur Kapazitätssteigerung ohne aufwendige Planfeststellungsverfahren























































