Eingereichte Kleine Anfrage
AfD fragt nach Cannabis-Schmuggel aus den USA über Pakete
Hintergrund
Medienberichte zeigen einen deutlichen Anstieg der illegalen Cannabis-Einfuhr aus Nordamerika nach Europa über Post- und Paketsendungen. Besonders am Flughafen Köln/Bonn wurden in den vergangenen Jahren erhebliche Mengen Cannabis in US-Paketen sichergestellt. Die Zollverwaltung informiert regelmäßig über entsprechende Aufgriffe von Cannabisprodukten in Postsendungen aus den USA.
Die AfD-Fraktion reichte am 17. März 2026 eine umfangreiche Kleine Anfrage (BT-Drs. 21/4715) zur Cannabis-Einfuhr aus den USA über Post- und Paketsendungen ein. Grundlage sind Medienberichte über einen Anstieg entsprechender Schmuggelaktivitäten.
Besonders der Flughafen Köln/Bonn steht im Fokus. In den vergangenen Jahren sind dort Cannabis-Mengen in aus den USA versandten Paketen aufgegriffen worden. Dies ist bemerkenswert, da Köln/Bonn als wichtiger Logistikknoten für transatlantischen Frachtverkehr gilt. Die Zollverwaltung informiert regelmäßig über entsprechende Sicherstellungen von Cannabisprodukten in US-Postsendungen.
18 Detailfragen an die Bundesregierung
Konkrete Zahlen zu Aufgriffen, Gesamtmengen und geschätzten Straßenverkaufswerten für die Jahre 2022 bis 2025 stehen im Mittelpunkt der Anfrage. Die AfD will zudem wissen, über welche hauptsächlichen Einfuhrorte und Logistikknoten Cannabis-Sendungen nach Deutschland gelangen.
Nach Tarnmethoden der Schmuggler erkundigt sich die Fraktion ebenfalls. Vakuumverpackung, Geruchsüberdeckung oder falsche Warenbezeichnungen werden dabei thematisiert. Auch die Empfängerstrukturen interessieren: Sendungen an Einzelempfänger, Scheinadressen oder organisierte Netzwerke sind Gegenstand der Anfrage.
Die AfD fragt nach dem Umfang von Cannabis-Paketen aus den USA nach Deutschland und nach den behördlichen Maßnahmen dagegen.
Die Verbindung zu Online-Marktplätzen und Darknet-Strukturen thematisiert die Anfrage zusätzlich. Hintergrund ist die zunehmende Digitalisierung des Drogenhandels. Die technische Ausstattung der Post- und Frachtumschlagplätze mit Röntgen- und CT-Anlagen interessiert die AfD ebenso wie der Einsatz von Spürhunden und die Zusammenarbeit zwischen deutschen und US-amerikanischen Behörden.
Geplante Gegenmaßnahmen der Bundesregierung bilden einen weiteren Schwerpunkt. Zusätzliche Schwerpunktaktionen zur Eindämmung des Cannabis-Schmuggels und die dabei verfolgten Ziele sind Gegenstand der Anfrage. Mögliche Anpassungen der Täter, etwa durch Umleitung über andere EU-Staaten, werden ebenfalls thematisiert.
Die Bundesregierung beantwortet die detaillierten Fragen innerhalb der üblichen Frist. Die Anfrage zeigt das parlamentarische Interesse an einer Lageeinschätzung zu diesem Aspekt der Drogenkriminalität.
Betroffen sind Zoll- und Strafverfolgungsbehörden, Postdienstleister, internationale Luftfracht- und Postumschlagplätze sowie letztendlich die Empfänger illegaler Cannabis-Sendungen. Die Anfrage zielt auch auf die Auswirkungen auf die innere Sicherheit und den Jugendschutz ab.
Die Bundesregierung muss die Kleine Anfrage innerhalb der üblichen Frist beantworten. Die 18 detaillierten Fragen betreffen Statistiken von 2022 bis 2025, Einfuhrwege, Tarnmethoden, Behördenzusammenarbeit und geplante Gegenmaßnahmen.
- Kleine Anfrage
- Parlamentarisches Fragerecht der Bundestagsfraktionen an die Bundesregierung zu bestimmten Sachverhalten, die schriftlich beantwortet werden müssen.
- Kontrollierte Zustellung
- Ermittlungsmethode, bei der verdächtige Pakete unter Überwachung zugestellt werden, um die Empfänger und Hintermänner zu identifizieren.
- Risikoanalyse
- Systematische Bewertung von Postsendungen anhand verschiedener Kriterien zur Identifizierung verdächtiger Pakete durch Zollbehörden.























































