Beantwortet
Die AfD-Fraktion hat am 30. April 2026 eine Kleine Anfrage zum Zustand der Bundesbrücken in Baden-Württemberg eingereicht (Drucksache 21/5680). Die 15 Fragen behandeln den Sanierungsrückstand. Zudem geht es um die Finanzierung notwendiger Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Brückensperrungen und Einstürze.
Alarmierende Studienlage
Die Anfrage bezieht sich auf Analysen von Transport & Environment und dem Bundesrechnungshof, die einen kritischen Zustand der deutschen Brückeninfrastruktur belegen. Etwa 5.905 Brückenbauwerke unter Bundesverwaltung benötigen laut der zitierten Studie einen Ersatzneubau. Weitere 10.240 Bauwerke bedürfen einer Verstärkung oder ebenfalls eines Neubaus.
Viele deutsche Brücken sind so marode, dass sie repariert oder ganz neu gebaut werden müssen – das kostet viel Geld.
Die AfD verweist auf dramatische Beispiele. Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024 und anhaltende Sperrungen wie die der Ringbahnbrücke in Berlin verdeutlichen nach Ansicht der Fragesteller die Dringlichkeit des Problems. Dies ist bemerkenswert, da solche konkreten Schadensfälle die abstrakte Statistik greifbar machen.
Fokus auf Baden-Württemberg
Die Anfrage konzentriert sich speziell auf die Situation in Baden-Württemberg. Die Fraktion will wissen, wie viele sanierungsbedürftige Brücken es innerhalb und außerhalb des sogenannten Kernnetzes wichtiger Autobahnabschnitte gibt. Eine grafische Darstellung des Kernnetzes wird ebenfalls erbeten. Konkrete Auflistungen betroffener Brückenbauwerke mit Ortsangaben sollen die Anfrage ergänzen.
Weitere Fragen betreffen aktuelle Verkehrseinschränkungen. Die Anzahl der in den letzten fünf Jahren sanierten Brücken und geplante Abrissmaßnahmen stehen im Fokus. Ob Sparmaßnahmen in der Vergangenheit zu den aktuellen Problemen beigetragen haben, fragen die Abgeordneten ebenfalls.
Beim Zustand der Bundesbrücken in Berlin und Brandenburg hatte die AfD bereits ähnliche Fragen gestellt. Dies zeigt ein systematisches Vorgehen der Fraktion bei diesem Thema.
Finanzierungsfragen im Mittelpunkt
Ein Schwerpunkt liegt auf der Finanzierung der notwendigen Maßnahmen. Hintergrund ist der immense Investitionsbedarf, der sich über viele Jahre erstreckt. Die AfD erkundigt sich nach dem finanziellen Mittelbedarf für die nächsten fünf, zehn und fünfzehn Jahre. Geplante Finanzierungsquellen sollen benannt werden – seien es zusätzliche Haushaltsmittel, Kredite oder öffentlich-private Partnerschaften.
Besonders interessiert zeigt sich die Fraktion für Mittel aus der „Bundessäule“ des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von 300 Milliarden Euro. EU-Förderprogramme stehen ebenfalls im Fokus. Konkrete Zeitpläne werden erfragt. Abschließend geht es um Maßnahmen zur Minimierung von Verkehrsbehinderungen während der Bauarbeiten.























































