Beantwortet
Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken-Fraktion (Drucksache 21/5639 vom 24. April 2026) Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität mit rechtsextremistischem Hintergrund vorgelegt.
Bundesweiter Höchststand erreicht
Für das Jahr 2025 meldeten die Bundesländer insgesamt 42.544 rechtsextremistische Straftaten an das Bundeskriminalamt. Neuer Höchststand. Die Zahl umfasst auch 1.598 Gewalttaten, die in einer detaillierten Anlage zur Drucksache aufgeführt sind, so die Regierung.
Die Zahlen zeigen: Rechtsextremismus bleibt eine der größten Bedrohungen für die innere Sicherheit in Deutschland.
Regionale Verteilung der Straftaten
Die Statistik weist deutliche regionale Unterschiede auf. Nordrhein-Westfalen führt mit 6.268 gemeldeten Straftaten. Dies ist bemerkenswert, da das bevölkerungsreichste Bundesland damit erstmals Bayern übertrifft, das 3.724 Fälle verzeichnet. Niedersachsen folgt mit 3.758 Straftaten.
Auch in den ostdeutschen Bundesländern haben die Behörden hohe Zahlen registriert: Brandenburg mit 3.557, Sachsen mit 3.406 und Sachsen-Anhalt mit 3.007 Straftaten. Bei den Häufigkeitszahlen pro 100.000 Einwohner ergibt sich jedoch eine völlig andere Rangfolge. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet 145 Straftaten pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Sachsen-Anhalt (142) und Brandenburg (139). Hintergrund ist: Diese Zahlen verdeutlichen, dass rechtsextreme Kriminalität keineswegs ausschließlich ein Problem der bevölkerungsreichen Bundesländer darstellt.
Unter den registrierten Fällen macht Hasskriminalität einen hohen Anteil aus. Die detaillierte Auflistung in der Anlage zur Drucksache zeigt, dass die Behörden einen Großteil der Gewalttaten als Hasskriminalität eingestuft haben.
Die Antwort der Bundesregierung bestätigt die Einschätzung, dass gesellschaftliche Spannungen und politische Polarisierung zu einem Anstieg extremistischer Straftaten führen können.























































