Beantwortet
Drohen Norddeutschlands Brücken der Kollaps? AfD fragt nach
Die AfD-Fraktion stellte am 5. Mai 2026 eine kleine Anfrage zum Zustand der Bundesbrücken in Niedersachsen, Hamburg und Bremen (BT-Drs. 21/5740). Der Hintergrund ist der Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024. Nun will die Fraktion wissen, wie viele Brücken in Norddeutschland sanierungsbedürftig sind.
Alarmierende Zahlen aus Studien
In ihrer Anfrage beruft sich die AfD auf eine Studie von Transport & Environment. Bei 5.905 Brückenbauwerken unter Bundesverwaltung ist demnach ein Ersatzneubau notwendig. Weitere 10.240 Brückenbauwerke sind so stark belastet, dass entweder ein Ersatzneubau oder eine Verstärkung erforderlich ist. Diese Zahlen sind bemerkenswert hoch.
Nach dem Brückengipfel 2022 konzentriert sich die Regierung auf ein Kernnetz besonders wichtiger Autobahnabschnitte – aber reicht das?
15 Detailfragen an die Regierung
Die 15 Abgeordneten um Stefan Henze wollten von der Bundesregierung umfassend wissen: Welche Kriterien gelten für Ersatzneubauten? Wie viele Brücken sind betroffen? Welche Autobahnabschnitte gehören zum prioritären Kernnetz? Die AfD fragt auch, ob Sparmaßnahmen zu den aktuellen Problemen beigetragen haben.
Die Finanzierung steht besonders im Interesse der Fraktion. Sie erkundigt sich nach zusätzlichen Haushaltsmitteln. Auch nach Krediten oder öffentlich-privaten Partnerschaften. Außerdem thematisiert sie die Rolle des Sondervermögens für Infrastruktur mit seiner „Bundessäule“ von 300 Milliarden Euro.
Die Anfrage zeigt das wachsende politische Bewusstsein für die marode Infrastruktur in Deutschland. Dies ist bemerkenswert, da erst kürzlich die Linke ähnliche Probleme bei Schleswig-Holsteins Bundesbrücken aufgedeckt hatte.























































