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Mikrokreditfonds Deutschland vor dem Aus: Grüne kämpfen um Rettung
Die Grünen-Fraktion im Bundestag kämpft um den Erhalt des Mikrokreditfonds Deutschland. Der erfolgreiche Garantiefonds wird nach Plänen der Bundesregierung zum 30. Juni 2026 eingestellt. Einen Schritt, den die Grünen in ihrem Antrag (BT-Drs. 21/5768) vom 5. Mai 2026 scharf kritisierten.
Erfolgreiche Bilanz nach 16 Jahren
Seit 2010 existiert der Mikrokreditfonds Deutschland bereits. Die Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Rund 38.000 Kredite mit einem Gesamtvolumen von über 400 Millionen Euro sind vergeben worden, wovon hauptsächlich Kleinstunternehmen mit ein bis neun Mitarbeitern profitiert haben. Dies ist bemerkenswert, da 24 Prozent der Kreditnehmer einen Migrationshintergrund haben.
Der Fonds funktioniert wie eine staatliche Bürgschaft: Wenn kleine Unternehmen keinen normalen Bankkredit bekommen, springt der Staat als Garantiegeber ein.
Besonders hervorzuheben ist das Funktionsprinzip des Mikrokreditfonds. Es handelt sich um einen revolvierenden Fonds mit 100 Millionen Euro Grundkapital, wobei zurückgezahlte Kredite wieder in neue Darlehen fließen. Hintergrund ist, dass sich der Fonds seit 2015 vollständig aus diesen Rückflüssen finanziert – zusätzliche Haushaltsmittel sind nicht nötig.
Gründe für die geplante Einstellung
Verschärfte rechtliche Vorgaben begründen das geplante Aus. Dazu kommt erhöhter bürokratischer Aufwand. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung und Personaleinsparungen hat sich die Bundesregierung zur Einstellung entschlossen, was die Grünen als „genau das falsche Signal“ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewerten.
Hilfe zur Selbsthilfe in der Krise
Gerade in Krisenzeiten kommt dem Fonds besondere Bedeutung zu, betonten die Antragsteller. Der „Irankrieg“ – wie in der Drucksache erwähnt – bringt zusätzliche wirtschaftliche Belastungen mit sich. Existenzgründer und Kleinstunternehmer sind besonders hart getroffen. Sie verfügen oft nur über geringe Rücklagen.























































