Beantwortet
AfD fragt nach maroden Autobahnbrücken in Hessen
Die AfD-Fraktion hat eine Kleine Anfrage zum Zustand der Bundesbrücken in Hessen eingereicht. Die Drucksache 21/5770 vom 6. Mai 2026 umfasst 15 detaillierte Fragen zur Infrastruktur-Situation.
Alarmierender Sanierungsbedarf
Die Anfrage bezieht sich auf Studien von Transport & Environment und dem Bundesrechnungshof. Diese belegten einen kritischen Zustand vieler Brücken. Nach den Analysen benötigten etwa 6.000 Brückenbauwerke unter Bundesverwaltung einen Ersatzneubau. Weitere 10.000 erforderten eine Verstärkung oder ebenfalls einen Neubau.
Als Beispiele für die Dringlichkeit nennt die AfD den Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024. Auch anhaltende Sperrungen wie bei der Ringbahnbrücke in Berlin würden die Situation verdeutlichen. Dies ist bemerkenswert, da solche Vorfälle die potenzielle Gefahr für Verkehrsteilnehmer und die Wirtschaft unmittelbar sichtbar machen.
Marode Brücken können plötzlich einstürzen oder müssen gesperrt werden – das bedeutet Umwege und längere Fahrzeiten für alle Autofahrer.
Fokus auf hessische Situation
Speziell auf Hessen konzentrieren sich die 15 Fragen der AfD. Welche Brücken zum prioritären „Kernnetz“ gehören, wird erfragt. Außerdem interessiert, wie viele Bauwerke sanierungsbedürftig sind und welche konkreten Verkehrseinschränkungen bestehen oder drohen.
Besonders detailliert fragen die Abgeordneten nach der Finanzierung. Sie erkundigen sich nach dem Mittelbedarf der nächsten 5, 10 und 15 Jahre. Auch nach möglichen zusätzlichen Haushaltsmitteln oder öffentlich-privaten Partnerschaften wird gefragt. Die Rolle des Sondervermögens für Infrastruktur von 300 Milliarden Euro wird thematisiert.
Kritik an bisheriger Politik
Die AfD kritisiert, die Bundesregierung unterschätzt den Umfang der Schäden. Die Finanzierung ist unzureichend gestaltet. Explizit fragt sie, in welchen Jahren zu wenig Mittel im Bundeshaushalt eingestellt worden sind. Hintergrund ist offenbar die Vermutung, dass jahrelange Unterfinanzierung zu den aktuellen Problemen beigetragen hat.
Die Bundesregierung hat nun Zeit, die umfangreiche Anfrage zu beantworten. Konkrete Daten zur Brücken-Situation in Hessen müssen geliefert werden.























































