Beantwortet
AfD fragt nach Zustand der Brücken in Mecklenburg-Vorpommern
Die AfD-Fraktion hat der Bundesregierung eine umfangreiche Kleine Anfrage zum Zustand der Bundesbrücken in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt. Die Drucksache 21/5784 vom 6. Mai 2026 umfasst 15 detaillierte Fragen zu Sanierungsbedarf, Finanzierung und Sicherheitsmaßnahmen.
Hintergrund der Anfrage ist die kritische Infrastruktursituation in Deutschland. Nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024 und anhaltenden Sperrungen wie der Ringbahnbrücke in Berlin sieht die AfD dringenden Handlungsbedarf. Dies ist bemerkenswert, da die Brückenproblematik längst bundesweite Dimensionen angenommen hat. Laut einer Studie von Transport & Environment sind bei etwa 5.905 Brückenbauwerken unter Bundesverwaltung Ersatzneubauten notwendig, weitere 10.240 Brücken benötigen entweder Ersatz oder Verstärkung.
Kernnetz und Priorisierung im Fokus
Besonders interessiert sich die AfD für das beim Brückengipfel 2022 definierte Kernnetz besonders wichtiger Autobahnabschnitte. Welche Strecken in Mecklenburg-Vorpommern dazu gehören und wie viele sanierungsbedürftige Brücken dort liegen, will sie erfahren. Ähnliche Sorgen hatte bereits die FDP bezüglich der Brückensicherheit in Hessen geäußert.
Konkrete Listen aller betroffenen Brücken mit Ortsangaben fordert die Anfrage – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Kernnetzes. Zusätzlich will die AfD erfahren, welche Brücken für einen Abriss vorgesehen sind. Wo bereits Verkehrseinschränkungen bestehen, ist ebenfalls Gegenstand der Fragen.
Die AfD vermutet, dass Sparmaßnahmen der Vergangenheit zu den heutigen Brückenproblemen beigetragen haben und will konkrete Beispiele und Zeiträume genannt bekommen.
Finanzierungsfragen stehen im Mittelpunkt
Einen Schwerpunkt legt die Anfrage auf die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen. Den finanziellen Mittelbedarf für die nächsten fünf, zehn und fünfzehn Jahre will die AfD erfahren. Wie die Bundesregierung diese Summen aufbringen will, fragt sie ebenfalls. Hintergrund ist die chronische Unterfinanzierung der Infrastruktur. Dabei erkundigt sie sich explizit nach Mitteln aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie nach EU-Förderprogrammen.
Die Kleine Anfrage wurde am 29. April 2026 von den AfD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie weiteren Abgeordneten eingereicht. Federführend ist Stefan Henze. Unterstützung kommt von Leif-Erik Holm und 13 weiteren Parlamentariern der AfD-Fraktion.























































