Antwort der Regierung ausste…
Kann die GIZ wegen SAP-Panne keine Rechnungen mehr zahlen?
Hintergrund
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist eine staatliche Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die in über 90 Ländern tätig ist. Nach Medienberichten ist die GIZ seit einer weltweiten Umstellung auf die SAP-Software S/4HANA nicht mehr in der Lage, Rechnungen an externe Dienstleister zu bezahlen. Die Organisation betreut Projekte im Wert von 22 Milliarden Euro.
Die AfD-Fraktion fragt die Bundesregierung nach Berichten über Zahlungsprobleme bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Laut der Kleinen Anfrage vom 10. März 2026 (BT-Drs. 21/4617) kann die staatliche Entwicklungsorganisation wegen einer SAP-Umstellung seit Wochen keine Rechnungen mehr bezahlen.
Medienberichte über wochenlange Zahlungsausfälle
Nach Berichten von Spiegel und Welt ist die GIZ seit einer weltweiten Umstellung auf die SAP-Software S/4HANA nicht mehr imstande, Rechnungen an externe Dienstleister, Berater und Partner zu begleichen. Die Probleme scheinen weitreichend. Interne Chatnachrichten zeigten demnach Unmut bei den Mitarbeitern, während externe Partner seit Wochen vertröstet werden. Erste Hotels verweigerten bereits die Buchung von Meetingräumen.
Die AfD-Abgeordneten um Rocco Kever stellen die öffentlichen Aussagen der GIZ-Sprecherin in Frage. Diese hatte erklärt, die Zahlungsfähigkeit sei „weltweit gewährleistet“. Dies ist bemerkenswert, da laut den Medienberichten in mehreren Ländern Schwierigkeiten bei laufenden Projekten entstehen.
Die GIZ soll anderen Ländern bei der digitalen Transformation helfen, kann aber selbst ein Standard-IT-System nicht erfolgreich einführen.
22 Milliarden Euro Projektvolumen betroffen
Die GIZ betreut Projekte im Wert von 22 Milliarden Euro. Hintergrund ist die internationale Reichweite der Organisation. Die AfD will wissen, wie viele Rechnungen aktuell unbezahlt sind und welche Höhe die Zahlungsrückstände haben. Auch nach den Gesamtkosten der SAP-Umstellung fragt die Fraktion. Ebenso nach den Ausgaben für externe Berater.
Die 15 Fragen umfassen auch die politische Verantwortung für die SAP-Umstellung und mögliche Konsequenzen für künftige IT-Projekte. Die Bundesregierung hat nun 14 Tage Zeit für eine Antwort auf die Kleine Anfrage.
Betroffen sind externe Dienstleister, Berater und Partner der GIZ in über 90 Ländern. Hotels verweigern bereits die Buchung von Meetingräumen, und in mehreren Entwicklungsländern entstehen Probleme bei laufenden Projekten. Auch die Mitarbeiter der GIZ sind durch die Situation belastet.
Die Bundesregierung hat nun 14 Tage Zeit, die 15 Fragen der AfD-Fraktion zu beantworten. Die Antwort wird voraussichtlich Auskunft über das Ausmaß der Zahlungsprobleme, die Kosten der SAP-Umstellung und geplante Lösungsmaßnahmen geben.
- SAP S/4HANA
- Ein modernes Unternehmenssoftware-System von SAP, das Geschäftsprozesse wie Buchhaltung und Zahlungsabwicklung steuert.
- GIZ
- Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ist die staatliche Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.























































