Dienstag, 16. Juni 2026

🏛 Thema: Cum-Cum

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Cum-Cum bezeichnet eine Steuervermeidungsstrategie, bei der Investoren Aktien kurz vor der Dividendenzahlung erwerben und unmittelbar danach wieder verkaufen. Der Mechanismus nutzt eine Regelungslücke: Der Käufer erhält die Dividende und kann gleichzeitig Kapitalertragsteuer zurückfordern, während der Verkäufer ebenfalls Steuervergünstigungen geltend macht. Dies führt dazu, dass Steuern mehrfach erstattet werden, obwohl die tatsächliche Steuerbelastung nur einmal anfallen sollte. Seit 2012 ist Cum-Cum in Deutschland unter bestimmten Bedingungen illegal. Die Bundestag-Debatten konzentrieren sich auf die unzureichende Verfolgung: Mit über 353 Verdachtsfällen und einem geschätzten Schaden von 28,5 Milliarden Euro wird der politische Druck größer, die Aufklärung voranzutreiben und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.
❓ Häufige Fragen
Wie hoch ist der Gesamtschaden durch Cum-Cum-Geschäfte?
Der Schaden wird auf etwa 28,5 Milliarden Euro geschätzt, wobei die genaue Summe aufgrund mangelhafter Aufklärung umstritten ist.
Wie viele Verdachtsfälle wurden identifiziert?
Es gibt aktuell mindestens 353 Verdachtsfälle, die einer Aufklärung bedürfen, wobei die Ermittlungen schleppend vorangehen.
Seit wann ist Cum-Cum in Deutschland verboten?
Cum-Cum-Geschäfte sind seit 2012 unter bestimmten Voraussetzungen strafbar, doch viele Transaktionen davor bleiben ungeahndet.
Warum wird die Aufklärung kritisiert?
Die Bundesregierung wird vorgeworfen, die Verfolgung zu blockieren und transparente Informationen zu verweigern, was zu politischer Frustration führt.
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