{„auf_einen_blick“:[„Agrardieselbesteuerung variiert international erheblich zwischen verschiedenen Laendern“,“Deutschland gewaehrt derzeit 214,80 Euro Verguetung pro 1.000 Liter“,“Frankreich und Australien bieten besonders niedrige Steuerbelastung“],“inhalt“:“
Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat die steuerliche Behandlung von landwirtschaftlich genutztem Diesel in 14 ausgewählten Staaten untersucht. Die Analyse umfasst sowohl europäische Länder als auch internationale Märkte mit großen landwirtschaftlichen Flächen.
Europäische Besteuerungsmodelle
In Frankreich zahlen Landwirte nur 38,60 Euro je 1.000 Liter Diesel durch eine umfangreiche Erstattungsregelung. Spanien belastet landwirtschaftlichen Diesel mit 63,71 Euro pro 1.000 Liter. In Deutschland beträgt die Energiesteuer 470,40 Euro pro 1.000 Liter, jedoch wird seit Januar 2026 wieder eine Agrardieselvergütung von 214,80 Euro gewährt, nachdem diese zeitweise reduziert war.
Polen gewährt eine Erstattung von umgerechnet 344,26 Euro je 1.000 Liter. Italien erhebt nur 22 Prozent des normalen Steuersatzes auf landwirtschaftlichen Diesel, was 135,83 Euro entspricht. Rumänien wendet den EU-Mindeststeuersatz von 21,00 Euro pro 1.000 Liter an.
Internationale Vergleiche
Das Vereinigte Königreich besteuert „red diesel“ für landwirtschaftliche Zwecke mit nur 117,74 Euro pro 1.000 Liter. In den USA zahlen Landwirte für gefärbten Diesel lediglich 0,26 US-Dollar pro 1.000 Liter Steuer. Australien erstattet die Verbrauchsteuer für landwirtschaftlichen Diesel vollständig.
China erhebt eine einheitliche Verbrauchsteuer von 150,53 bis 190,65 Euro pro 1.000 Liter ohne landwirtschaftliche Vergünstigungen. In Indien beträgt die Gesamtsteuerbelastung 70,32 Euro pro 1.000 Liter, wobei keine besonderen Regelungen für die Landwirtschaft bestehen.
Preisentwicklung und Einflussfaktoren
Die Untersuchung zeigt deutliche Preisschwankungen zwischen 2016 und Mai 2026. Besonders der Iran-Krieg führte zu erheblichen Preisanstiegen. Einige Länder wie Brasilien setzten temporär Steuern aus, um die Belastung zu reduzieren.
Die Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes verdeutlicht die erheblichen Unterschiede in der steuerlichen Behandlung von Agrardiesel. Während einige Länder wie Frankreich und Australien sehr niedrige oder keine Steuerbelastung vorsehen, variieren die Vergünstigungen international stark. Deutschland liegt mit seiner aktuellen Vergütung im Mittelfeld der untersuchten Staaten.
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