Beantwortet
Will die AfD eine Magnetschwebebahn fĂĽr 4,6 Milliarden bauen?
Die AfD-Fraktion hat am 5. Mai 2026 einen Antrag eingebracht (BT-Drs. 21/5764), der die Verkehrspolitik in Norddeutschland grundlegend ändern könnte. Die Partei fordert die Bundesregierung auf, die geplante Bahnstrecke Hamburg-Hannover zu stoppen. Stattdessen soll der Fertigstellung der Autobahn A20 höchste Priorität eingeräumt werden.
Magnetschwebebahn als Alternative
Spektakulär mutet der Vorschlag einer Magnetschwebebahn zwischen Hamburg und Hannover an. Diese wird nach Schätzungen der AfD 4,6 Milliarden Euro kosten – rund 4 Milliarden Euro weniger als die geplante klassische Bahnstrecke. Die Reisezeit soll auf unter 30 Minuten verkĂĽrzt werden, während die konventionelle Bahnstrecke nur 18 Minuten Fahrzeitgewinn bringt. Bemerkenswert ist diese Kalkulation, da Magnetschwebebahnen international meist deutlich teurer ausfallen als ursprĂĽnglich veranschlagt.
Die AfD argumentiert: Warum 8,6 Milliarden fĂĽr eine normale Bahnstrecke ausgeben, wenn eine futuristische Magnetschwebebahn billiger und schneller sei?
Kritik am Hamburger Klimaentscheid
Direkten Bezug nimmt der Antrag auf den Hamburger Volksentscheid vom 12. Oktober 2025. Dabei wurde ein Klimaschutzgesetz beschlossen. Nur 23 Prozent der Stimmberechtigten haben zugestimmt, kritisiert die AfD. Sie befĂĽrchtet negative Auswirkungen auf den Hamburger Hafen und den GĂĽterverkehr.
Durch die angestrebte „Klimaneutralität“ bis 2040 wird eine leistungsfähige Umfahrung Hamburgs durch die Autobahn A20 dringend benötigt, argumentiert die Partei. Der Antrag sieht vor, alle genehmigungsrechtlichen und finanziellen Anstrengungen zu unternehmen, um die A20 samt neuer Elbquerung bis 2040 fertigzustellen. Hintergrund ist die befĂĽrchtete Ăśberlastung der Verkehrswege rund um Hamburg.
Finanzierungsprobleme bei klassischer Bahnstrecke
Zu teuer und ineffizient ist die geplante Neubaustrecke Hamburg-Hannover. Die vorgesehene Maximalgeschwindigkeit von nur 250 km/h schöpft die technischen Möglichkeiten nicht aus, kritisiert die AfD. Weder der erforderliche Verbindungsbahn-Entlastungstunnel noch ein neuer Hamburger Hauptbahnhof sind bei der aktuellen Haushaltslage finanzierbar.
Der 109 Kilometer lange zweigleisige Neubau zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld erfordert zusätzliche Milliardeninvestitionen in Hamburg. Durch die Einfädelung der geplanten Strecke zwischen Celle und Burgwedel entsteht nur eine regionale Verschiebung des Überlastungsproblems, befürchtet die AfD. Dies ist insofern bemerkenswert, als die Kritik an Nadelöhren durchaus von Verkehrsexperten geteilt wird.























































