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Grüne fragen nach Plänen zur Mehrwertsteuer-Änderung
Hintergrund
Anlass für die Anfrage ist der anhaltende Krieg im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. In Deutschland werden verschiedene Maßnahmen diskutiert, um die Menschen vor inflationsbedingten Kostensteigerungen zu schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte eine Senkung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber eine Erhöhung des regulären Steuersatzes von 19 auf 21 Prozent nicht ausgeschlossen. Diese unklaren Aussagen führten zu Verwirrung über die tatsächlichen Pläne der Regierung.
Die Grünen-Fraktion im Bundestag fordert von der Bundesregierung Klarheit über geplante Änderungen der Umsatzsteuer. In ihrer Kleinen Anfrage 21/5501 vom 22. April 2026 stellten die Abgeordneten um Stefan Schmidt und Katharina Beck zehn detaillierte Fragen zu möglichen Steuerreformen.
Unklare Signale der Regierung
Auslöser waren widersprüchliche Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz gewesen. Dieser hat zuletzt eine Senkung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel in Aussicht gestellt. Eine Erhöhung des regulären Steuersatzes von derzeit 19 auf 21 Prozent schloss er jedoch nicht aus. Dies ist bemerkenswert, da solche gegensätzlichen Signale Unsicherheit bei Verbrauchern schaffen könnten. Die Grünen kritisierten diese unklaren Aussagen und das „vielfältige Meinungsbild“ innerhalb der Koalitionsfraktionen CDU, CSU und SPD.
Hintergrund ist der anhaltende Krieg im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die Politik diskutiert verschiedene Maßnahmen. Ziel ist es, die Menschen vor inflationsbedingten Kostensteigerungen zu schützen und sie finanziell zu entlasten.
Die Umsatzsteuer zahlt jeder beim Einkaufen – eine Erhöhung würde alle Verbraucher treffen, eine Senkung bei Lebensmitteln könnte die Haushaltskosten reduzieren.
Detaillierte Fragen zu Steuerplänen
Die Grünen fragten konkret, ob und in welcher Höhe sowohl der reguläre als auch der ermäßigte Steuersatz angepasst werden sollten. Besonders interessiert sie, wie sich eine mögliche Erhöhung auf 21 Prozent auf einkommensschwache Haushalte auswirkt. Die Umsatzsteuer wirkt regressiv – ärmere Haushalte werden prozentual stärker belastet.
Weitere Fragen betreffen die Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und mögliche Entlastungsmaßnahmen. Die Abgeordneten erkundigten sich auch nach der Höhe der Mindereinnahmen bei einer kompletten Streichung der Umsatzsteuer auf Lebensmitteln. Zudem fragten sie nach der Wirksamkeit vergangener temporärer Steuersenkungen – etwa bei Gas und Fernwärme oder in der Gastronomie.
Thematisch ähnlich ist die Diskussion um Haushaltsmittel und deren effiziente Verwendung, die ebenfalls die öffentlichen Finanzen betrifft.
Alle Verbraucher wären von Änderungen der Umsatzsteuer betroffen. Eine Erhöhung auf 21 Prozent würde besonders einkommensschwache Haushalte belasten, da die Umsatzsteuer regressiv wirkt. Eine Senkung bei Lebensmitteln würde vor allem Familien mit geringem Einkommen entlasten.
Die Bundesregierung hat nun Zeit für eine schriftliche Antwort auf die Kleine Anfrage. Die Grünen erwarten konkrete Angaben zu geplanten Steuersätzen, Zeitpunkten und Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. Parallel läuft die politische Debatte über Entlastungsmaßnahmen in der Koalition weiter.
- Umsatzsteuer
- Steuer auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die vom Verbraucher beim Kauf bezahlt wird. Regulärer Satz: 19%, ermäßigter Satz: 7%.
- Regressive Steuer
- Steuer, die ärmere Haushalte prozentual stärker belastet als reichere, da sie einen größeren Anteil des verfügbaren Einkommens ausmacht.
- Grundnahrungsmittel
- Lebensmittel des täglichen Bedarfs wie Brot, Milch, Gemüse und Obst, die meist mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz besteuert werden.























































