- 9 Rohstoffkompetenzzentren weltweit gefördert
- 7,4 Mio. Euro jährliche Bundesförderung
- Keine Erweiterung geplant
Rohstoffkompetenzzentren: 7,4 Mio. Euro jährlich für 9 Standorte
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6222 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die Rohstoffkompetenzzentren sind Teil der deutschen Rohstoffstrategie und sollen die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduzieren. Sie fungieren als Ansprechpartner für deutsche Unternehmen bei Fragen der Bergbau- und Rohstoffwirtschaft und unterstützen bei der Vermittlung von Geschäftspartnerschaften. Deutschland ist bei kritischen Rohstoffen stark importabhängig und will durch diese Zentren die Lieferketten diversifizieren.
- 9 Standorte — Rohstoffkompetenzzentren in Chile, Kanada, Südafrika, Peru, Brasilien, Australien, Ghana, China und der Mongolei
- 7,4 Mio. Euro — Durchschnittliche jährliche Förderung durch den Bundeshaushalt für alle Zentren zusammen
- 2017-2028 — Förderungszeitraum der aktuellen Finanzierungsverträge mit den Außenhandelskammern
- 220.424 Euro — Höchste Einzelförderung 2021 für das Kompetenzzentrum in China
Im Detail
Die Bundesregierung erkennt einen erheblichen Mehrwert durch die Rohstoffkompetenzzentren und hat in der Rohstoffstrategie der Bundesregierung festgeschrieben, dass diese Zentren im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung dauerhaft finanziell abgesichert werden.
— Bundesregierung BT-Drs. 21/6222
Die Bundesregierung betreibt ein weltweites Netzwerk von neun Rohstoffkompetenzzentren, die deutsche Unternehmen bei der Sicherung kritischer Rohstoffe unterstützen sollen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor (BT-Drs. 21/6222). Durchschnittlich 7,4 Millionen Euro jährlich fließen aus dem Bundeshaushalt in diese Zentren.
Angesiedelt sind die Kompetenzzentren an deutschen Außenhandelskammern in Chile, Kanada, dem südlichen Afrika, Peru, Brasilien, Australien, Ghana, China und der Mongolei. Als zentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen helfen sie beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen im Bergbau- und Rohstoffsektor.
Was gilt aktuell?
Deutschland ist bei vielen kritischen Rohstoffen stark von Importen abhängig. Seltene Erden kommen oft aus wenigen Ländern. Lithium ebenso. Die deutsche Industrie benötigt diese Rohstoffe für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und Windenergie.
Bei der Aufschlüsselung der Fördergelder zeigen sich regionale Unterschiede. Das Kompetenzzentrum in China hat 2021 mit 220.424 Euro die höchste Einzelförderung erhalten, während andere Standorte geringere Beträge bekommen haben. Die Zentren übernehmen verschiedene Aufgaben, darunter Marktberatung und Marktforschung, aber auch Geschäftspartnersuche und Organisation von Delegationsreisen.
Konkrete Projekte und Erfolge
Seit 2018 haben die Kompetenzzentren verschiedene Spezialprojekte durchgeführt. In Südafrika hat der Schwerpunkt auf Sicherheit und Gesundheitsschutz im Bergbau gelegen (2018-2020). Peru konzentrierte sich auf nachhaltige Grubenschließung (2018-2021). Chile entwickelte eine Cluster-Initiative (2018-2020), während China eine umfassende Rohstoffstudie erstellt hat.
Neuere Projekte konzentrieren sich auf Zukunftstechnologien: Australien führt ein Batterierohstoffscreening durch (2023-2025), Chile arbeitet an verantwortungsvollem Bergbau für Zukunftstechnologien (2024-2026). Ein Fokus liegt auf der Einbindung von Frauen in nachhaltige Rohstofflieferketten.
Bewertung und Grenzen
Die Bundesregierung bewertet die Rohstoffkompetenzzentren als erfolgreich und plant deren dauerhafte finanzielle Absicherung. Konkrete Umsatzzahlen für deutsche Unternehmen kann sie jedoch nicht nennen. Die Kernaufgabe besteht in der Vernetzung. Deren Effekt lässt sich keinen konkreten Umsätzen zuordnen.
Eine Erweiterung des Netzwerks ist derzeit nicht geplant. Die bestehenden neun Standorte decken die wichtigsten rohstoffreichen Regionen ab und sollen durch systematischen Ausbau von Netzwerken in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den langfristigen Zugang zu kritischen Rohstoffen sichern.
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Betroffen sind deutsche Unternehmen aus der Industrie, die auf kritische Rohstoffe angewiesen sind, sowie die deutsche Volkswirtschaft insgesamt. Die Kompetenzzentren richten sich an Firmen, die neue Rohstoffquellen erschließen oder Geschäftsbeziehungen im Bergbau aufbauen wollen.
Die Bundesregierung beantwortet alle Fragen vollständig mit konkreten Zahlen und Auflistungen. Bei der Frage nach konkreten Umsätzen weicht sie aus und verweist auf den schwer messbaren Netzwerkeffekt.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 28.05.2026) Rohstoffkompetenzzentren – Bundesregierung fördert deutsche Außenhandelskammern in sieben Ländern →
- Rohstoffkompetenzzentrum
- Beratungsstelle an deutschen Außenhandelskammern, die Unternehmen bei Rohstoffsicherung und Geschäftspartnerfindung unterstützt.
- Außenhandelskammer
- Deutsche Handelskammer im Ausland, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Gastland fördert.
Wo gibt es deutsche Rohstoffkompetenzzentren?
In Chile, Kanada, Südafrika, Peru, Brasilien, Australien, Ghana, China und der Mongolei an den jeweiligen deutschen Außenhandelskammern.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6222 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































