- 777 Mio. Euro für Kanzleramt-Erweiterung bis 2028
- Mehrere Neubauten und Sanierungen bis 2036 geplant
- Kunst am Bau kostet zusätzlich mehrere Millionen
Bundes-Bauprojekte: 777 Mio. Euro für Kanzleramt-Erweiterung
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6249 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die AfD hatte bereits 2023 nach Bauprojekten der damaligen Bundesregierung gefragt (BT-Drs. 20/6308). Mit der neuen Anfrage wollte die Fraktion erfahren, inwieweit die aktuelle Bundesregierung an diesen Plänen festhält. Die Antwort bezieht sich auf Neubau- und Sanierungsmaßnahmen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) für Bundeskanzleramt und Bundesministerien nach Artikel 62 des Grundgesetzes.
- 777 Mio. Euro — Gesamtkosten für den Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes inklusive Baupreissteigerungen
- 673,3 Mio. Euro — Projektkostenziel für den Postblock Nord Berlin mit ministerieller Nutzung
- 402,2 Mio. Euro — Kosten für den BMUKN-Erweiterungsbau in Berlin bis 2029
- 198,7 Mio. Euro — Gesamtkosten für die AA-Kurstraße-Erweiterung nach zwei Nachträgen
- 5,6 Mio. Euro — Budget für Kunst am Bau bei allen laufenden Projekten zusammen
Im Detail
In den prognostizierten Gesamtbaukosten von 777 Mio. Euro sind mögliche Baupreissteigerungen bereits berücksichtigt. Kosteneinsparpotentiale werden im Planungsprozess regelmäßig betrachtet und wenn möglich realisiert.
— Antwort der Bundesregierung BT-Drs. 21/6249
Die Bundesregierung plant bis 2036 umfangreiche Bau- und Sanierungsprojekte für Ministeriengebäude in Berlin und Bonn. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor (BT-Drs. 21/6249). Der größte Einzelposten ist die bereits laufende Erweiterung des Bundeskanzleramtes mit Kosten von 777 Millionen Euro.
Ursprünglich war der Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes mit 636,8 Millionen Euro kalkuliert worden. Inzwischen sind die Kosten um 140 Millionen Euro auf 777 Millionen Euro gestiegen. Die Bundesregierung führt dies auf bereits berücksichtigte Baupreissteigerungen zurück. Der Bau läuft seit 2023. 2028 soll er abgeschlossen werden.
Was gilt aktuell?
Derzeit werden mehrere Großprojekte parallel realisiert. Neben dem Kanzleramt-Erweiterungsbau läuft seit 2021 die Sanierung der AA-Kurstraße-Erweiterung mit Gesamtkosten von 198,7 Millionen Euro nach zwei Nachträgen. Der BMUKN-Erweiterungsbau in Berlin kostet 402,2 Millionen Euro und soll 2029 fertig werden.
Bei den Ausgaben der Bundesregierung spielen auch die neu geplanten Projekte eine wichtige Rolle. Der Postblock Nord in Berlin für ministerielle Nutzung hat ein Projektkostenziel von 673,3 Millionen Euro. Bis 2032 soll er fertiggestellt werden. Weitere Neubauten sind für das BMLEH in Bonn (bis 2031) und das BMZ in Berlin (bis 2034) vorgesehen.
Sanierungsprojekte laufen parallel
Parallel zu den Neubauten laufen verschiedene Sanierungsmaßnahmen. Die Dachsanierung des Bundeskanzleramtes kostet 14,4 Millionen Euro nach einem Nachtrag. 2027 soll sie abgeschlossen werden. Für das Auswärtige Amt in Berlin ist eine Netzersatzanlage für 34,9 Millionen Euro geplant.
Geplante Sanierungen umfassen unter anderem die Modernisierung des BMWE-Gebäudes in Berlin für 44,1 Millionen Euro. Hinzu kommt die Herrichtung der BMAS-Taubenstraße für 91,5 Millionen Euro. Diese Projekte sollen zwischen 2027 und 2033 realisiert werden.
Kunst am Bau als zusätzlicher Kostenfaktor
Zusätzlich zu den reinen Baukosten entstehen Ausgaben für „Kunst am Bau“. Diese liegen laut Bundesregierung zwischen 0,5 und 1,5 Prozent der Bauwerkskosten. Beim BMUKN-Erweiterungsbau sind 1,3 Millionen Euro für Kunst eingeplant. Beim Postblock Nord Berlin sind es 1,7 Millionen Euro.
Die Bundesregierung hält trotz steigender Baukosten an den Projekten fest. Sie begründet dies mit dem gebilligten Bedarf nach Maßgabe der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau). Bei der Kanzleramt-Erweiterung ist der Bedarf unverändert. Alle Beschäftigten sollen aus arbeitsorganisatorischen Gründen wieder auf einer Liegenschaft zusammengeführt werden.
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Betroffen sind die Beschäftigten der Bundesministerien, die in die neuen oder sanierten Gebäude einziehen werden. Der Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes dient dazu, die zum Bundeskanzleramt gehörenden Beschäftigten aus arbeitsorganisatorischen Gründen wieder auf einer Liegenschaft zusammenzuführen.
Die Bundesregierung beantwortet alle Fragen vollständig und liefert detaillierte Tabellen mit Kosten, Zeitplänen und Projektständen.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 01.06.2026)
- BImA
- Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – zuständig für die Verwaltung und Bewirtschaftung der Bundesimmobilien.
- HOAI
- Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – regelt die Vergütung von Architekten- und Ingenieurleistungen in Deutschland.
Wie teuer wird die Kanzleramt-Erweiterung?
777 Millionen Euro inklusive möglicher Baupreissteigerungen. Ursprünglich waren 636,8 Millionen Euro veranschlagt.
Wann ist die Fertigstellung geplant?
Der Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes soll 2028 fertiggestellt werden. Der Baubeginn war 2023.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6249 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.




























































