- 57 Mio. Euro Gesamtinvestition für Herforder Bahnbrücke im Budgetrahmen
- Bielefeld erhält erst ab 20. August 2026 wieder volle ICE-Bedienung
- Bauphase 4 an Gleisen 1 bis 3 noch im Gange
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/7365 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die DB InfraGO AG erneuert die Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford seit November 2023. Das Bauwerk umfasst 16 Gleise und liegt auf der stark frequentierten Ost-West-Achse zwischen Hamm und Hannover. Bereits in einer früheren Antwort auf die Schriftliche Frage 168 (BT-Drs. 21/3236) hatte die Bundesregierung Herford als Ursache für regelmäßige Zugausfälle an den Bahnhöfen Hamm, Bielefeld und Herford benannt. Der Regelfahrplan-Abschluss für März 2026 wurde zunächst durch die Korridorsanierung Köln–Hagen (7. Februar bis 10. Juli 2026) und anschließend durch Bauarbeiten zwischen Minden und Hannover weiter verzögert.
- 57 Mio. Euro — Gesamtinvestitionsvolumen für die Brückenerneuerung; Budget laut Bundesregierung eingehalten.
- 16 Gleise — Gesamtumfang der zu sanierenden Gleisanlage an der Eisenbahnbrücke Sophienstraße.
- 6. März 2026 — Datum der Betriebsfreigabe nach erfolgreichem Brückeneinschub für die Gleise 4 und 6.
- 20. August 2026 — Frühester Termin für die Wiederaufnahme vollständiger Fernverkehrshalte in Bielefeld.
- 4 Jahre — Ursprünglich geplante Gesamtbauzeit (November 2023 bis Juli 2027).
Im Detail
Nach Angaben der DB Fernverkehr AG verkehrt die ICE-Linie 19 seit 11. Juli 2026 wieder. Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten zwischen Minden und Hannover müssen die Züge zunächst zwischen Hagen und Hannover umgeleitet werden, so dass Bielefeld erst ab 20. August 2026 wieder bedient werden kann.
— Antwort der Bundesregierung, BT-Drs. 21/7365, Antwort zu Frage 5
Die Sanierung der Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford ist eines der größten laufenden Infrastrukturprojekte an der Bahnachse zwischen Hamm und Hannover. Rund 57 Mio. Euro investieren die DB InfraGO AG, die Stadt Herford und der Kreis Herford gemeinsam in die Erneuerung des Bauwerks mit insgesamt 16 Gleisen. Die Bundesregierung hat am 27. Juli 2026 auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (BT-Drs. 21/6833) geantwortet und den aktuellen Stand der Bauarbeiten sowie die Auswirkungen auf den Schienenfernverkehr dargelegt (BT-Drs. 21/7365).
Was gilt aktuell?
Die Bauphasen 1 bis 3 — betreffend die Gleise 4 bis 16 im Bahnhof Herford — sind vollständig abgeschlossen. Nach jeder Bauphase erfolgte planmäßig eine Betriebsfreigabe. Der technisch anspruchsvolle Brückeneinschub für die Gleise 4 und 6 wurde erfolgreich beendet; das Bauwerk wurde am 6. März 2026 für den Betrieb freigegeben. Derzeit laufen die Arbeiten an Bauphase 4 (Gleise 1 bis 3). Im Anschluss ist laut Bundesregierung noch der Ausbau der Straße unterhalb der Eisenbahnbrücke vorgesehen. Einen konkreten Fertigstellungstermin für diese letzten Schritte nennt die Antwort nicht.
ICE-Halte an Eisenbahnbrücke Herford: Warum fehlen Züge in Bielefeld?
Obwohl das Bundesministerium für Verkehr noch im Dezember 2025 für März 2026 die Rückkehr zum Regelfahrplan angekündigt hatte, blieb Bielefeld auch danach nicht vollständig im ICE-Netz. Der Grund: Für den Zeitraum der Korridorsanierung Köln–Hagen vom 7. Februar bis 10. Juli 2026 konnte die ursprünglich geplante Führung der ICE-Linie 19 (Köln–Hagen–Bielefeld–Hannover–Berlin) wegen weiterer kurzfristiger Bauarbeiten nicht umgesetzt werden. Hamm und Herford profitieren dagegen bereits seit März 2026 wieder von einem regulären ICE-Angebot.
Seit dem 11. Juli 2026 verkehrt die ICE-Linie 19 zwar wieder, muss aber zwischen Hagen und Hannover umgeleitet werden. Dadurch kann Bielefeld erst ab 20. August 2026 wieder vollständig bedient werden. Auch in Hamm ist die Lage angespannt: Dringende kurzfristige Baustellen haben die Fernverkehrshalte dort seit dem 11. Juli 2026 erneut reduziert. Einzelne Züge halten vorübergehend nur noch in Bochum, Düsseldorf, Duisburg oder Essen. Zusätzlich entfallen in Hamm die Halte der IC-Linie Stuttgart–Mainz–Köln–Wuppertal–Hannover–Leipzig–Dresden im Zweistundentakt. Wann das ursprüngliche Angebot vollständig wiederhergestellt ist, hängt laut Bundesregierung vom Abschluss der Bauarbeiten zwischen Minden und Hannover ab — ein Datum wird nicht genannt.
Pünktlichkeit im Schienenfernverkehr beeinträchtigt
Die seit 2023 laufenden Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke Sophienstraße haben nachweislich zu Verspätungen im Schienenpersonenfernverkehr geführt. Die Bundesregierung bestätigt dies in ihrer Antwort, ohne konkrete Verspätungsminuten oder Ausfallquoten zu nennen. Das Thema Pünktlichkeit im Bahnverkehr und überlagernde Baustellen ist ein strukturelles Problem, das auch der Bericht über den Schienengüterverkehr thematisiert.
Das Gesamtbudget von 57 Mio. Euro wird nach Angaben der DB InfraGO AG eingehalten — ein positives Signal bei einem Projekt dieser Größenordnung. Auch die Zeitplanung für die abgeschlossenen Bauphasen wurde demnach eingehalten. Das Vorhaben ist Teil eines umfassenderen Sanierungsprogramms für alternde Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Weitere Informationen zur Entwicklung der Bahn-Infrastrukturfinanzierung finden sich auch im Kontext der KfW-Klimastrategie, die Investitionsanreize im Verkehrssektor berührt.
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Reisende an den Fernbahnhöfen Hamm, Bielefeld und Herford sind direkt betroffen. Pendler und Fernreisende auf der ICE-Achse Köln–Hagen–Bielefeld–Hannover–Berlin müssen mit Umleitungen, reduzierten Halten und Verspätungen rechnen. Auch Fahrgäste der IC-Linie Stuttgart–Mainz–Köln–Wuppertal–Hannover–Leipzig–Dresden sind seit dem 11. Juli 2026 von Haltstreichungen in Hamm betroffen.
Die Bundesregierung beantwortet alle sieben Fragen inhaltlich, verweist dabei durchgängig auf Angaben der DB InfraGO AG und der DB Fernverkehr AG. Den genauen Abschlusszeitpunkt für Bauphase 4 und den Straßenausbau bleibt die Antwort schuldig.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. Eisenbahnbrücke Herford: Baustelle verzögert Fernverkehr Hamm–Hannover →
- DB InfraGO AG
- Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, die das Schienennetz und die Bahnhöfe betreibt und für Infrastrukturprojekte wie Brückensanierungen zuständig ist.
- Brückeneinschub
- Bautechnik, bei der ein vorgefertigtes Brückentragwerk seitlich unter laufendem oder kurz unterbrochenem Betrieb in seine endgültige Position geschoben wird.
- Korridorsanierung
- Umfassende, konzentrierte Erneuerung eines gesamten Streckenabschnitts (Korridor) innerhalb eines begrenzten Zeitfensters, um mehrere Einzelbaustellen zu bündeln.
Wie viel kostet die Brückensanierung in Herford?
Rund 57 Mio. Euro wurden gemeinsam von DB InfraGO, Stadt Herford und Kreis Herford investiert. Das Budget wird laut Bundesregierung eingehalten.
Wann verkehren ICE-Züge wieder planmäßig in Bielefeld?
Laut Bundesregierung kann Bielefeld erst ab 20. August 2026 wieder vollständig bedient werden, da Bauarbeiten zwischen Minden und Hannover Umleitungen erzwingen.
Ist die Brückensanierung in Herford abgeschlossen?
Nein. Die Bauphasen 1 bis 3 (Gleise 4–16) sind fertig; Bauphase 4 (Gleise 1–3) läuft noch. Danach folgt der Straßenausbau unterhalb der Brücke.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/7365 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































